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Freie Wähler befürchten Zentralisierung Bayerns

Die Freien Wähler wollen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen verhindern. Bei einem Bürgerabend am Donnerstag in Freising stellten sie ihre Argumente gegen den Bau vor. Ihnen zufolge gibt es keinen Bedarf dafür.

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52 Prozent aller Bayern lehnen die dritte Startbahn einer aktuellen Umfrage zufolge ab.
Die Kapazitäten des Münchner Flughafens sind laut Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger auch noch nicht ausgefüllt. Die Zahl der Starts- und Landungen sei in den letzten sieben Jahren stark zurückgegangen.

Aiwanger will Konzept für alle Flughäfen in Bayern

Aiwanger fordert die Staatsregierung auf, statt eines milliardenteuren Pistenneubaus lieber die jetzige Situation zu verbessern und ein Gesamtkonzept für die drei bayerischen Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen zu erstellen. Eine dritte Startbahn in München würde die anderen Flughäfen schwächen, warnt Aiwanger.

"Ich hoffe auf die Einsicht des Ministerpräsidenten, dass die dritte Startbahn keinen Rückhalt in der Bevölkerung hat." Benno Zierer, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler

Rechtlich steht dem Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen nichts mehr im Wege - politisch ist die Situation seit dem Nein der Münchner Bürger im Jahr 2012 kompliziert. Deshalb will Ministerpräsident Horst Seehofer das Thema vor einer Entscheidung noch einmal umfangreich diskutieren.

"Sofort nach der Sommerpause werden acht Gesprächsrunden beginnen." Marcel Huber (CSU), Staatskanzleichef

Alle sollen zu Wort kommen

Zu Wort kommen sollen die Flughafengesellschaft und die Lufthansa, die bayerische Wirtschaft, die Kommunen, die Flughafengegner sowie die vier Landtagsfraktionen. Seehofer will die Gespräche selbst führen, wie Huber sagte. Dabei gehe es nicht um Verhandlungen, sondern "um die klare Erhebung der verschiedenen Standpunkte", sagte Huber. "Erst danach wird die Entscheidung getroffen, wie wir uns positionieren, und das wird wohl im Herbst sein."

Verhärtete Fronten

Bislang sind die Fronten im Streit um den Flughafenausbau seit Jahren unverändert. Die Stadt München sieht sich als einer der drei Gesellschafter an das Ergebnis des Bürgerentscheids von 2012 gebunden, bei dem die Münchner eine dritte Piste ablehnten. Ohne die Zustimmung aller Gesellschafter kann der Flughafen aber nicht ausgebaut werden. Bürgerinitiativen aus der Nachbarschaft des Flughafens und Umweltschützer lehnen die Startbahn vehement ab. Die bayerische Wirtschaft, das Management des Flughafens und viele CSU-Politiker sind allerdings dafür.