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Freibad-Saison geht zu Ende - mit hohen finanziellen Verlusten | BR24

© BR/Julia Demel

Schwimmen mit Abstand im Freibad Heroldsberg

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Freibad-Saison geht zu Ende - mit hohen finanziellen Verlusten

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Der Spätsommer sorgt nochmal für herrliches Badewetter, die meisten Freibäder in Mittelfranken schließen aber bereits Mitte September. Sie blicken auf eine Saison mit hohen finanziellen Verlusten zurück.

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In diesem Jahr war nichts so wie sonst: Baden im Schichtbetrieb, Einlass nur mit Online-Ticket, Umziehen und Duschen meist nur zu Hause. Auf der anderen Seite aber: Viel Platz im Becken und auf den Liegewiesen, alles frisch gereinigt und desinfiziert, keine Schlangen am Kiosk. Die meisten Badegäste sind froh, dass doch die meisten Freibäder in Franken geöffnet hatten. Bei den Bäderbetrieben sind allerdings die finanziellen Verluste hoch.

Verluste in Millionenhöhe

Für die Nürnberger Freibäder erwartet der Leiter des Bäderbetriebs, Joachim Lächele, einen Verlust von drei Millionen Euro - zusätzlich zu dem Defizit von 6,5 Mio. Euro, das ohnehin in jedem Jahr aufläuft. Die Verluste wird die Stadt ausgleichen müssen. In diesem Jahr kamen etwa 155.000 Besucher in die Nürnberger Freibäder – in einem durchschnittlichen Sommer sind es sonst rund 350.000 Besucher. Pro Tag durften nur 1.500 Gäste eingelassen werden, sonst sind es an heißen Tagen bis zu 8.000 Besucher.

Hohe zusätzliche Ausgaben

Zudem wurden die Eintrittspreise gesenkt, weil die Besucher nur noch Tickets für mehrere Stunden, aber nicht für den ganzen Tag erwerben konnten. Auf der anderen Seite stehen deutlich höhere Ausgaben für zusätzliches Personal, einen Sicherheitsdienst und die regelmäßigen Reinigungen der Bäder.

Besucher überwiegend zufrieden

Joachim Lächele zieht trotzdem insgesamt ein positives Fazit, denn für die Menschen – vor allem für Familien – sei es enorm wichtig gewesen, zu öffnen. Gerade Familien mit kleinen Kindern seien froh gewesen über den geringeren Andrang in den Becken, so Lächele. Manche hätten ihn gebeten, dass immer so beizubehalten. Ältere Menschen hatten allerdings gelegentlich Probleme mit dem Online-Buchungssystem.

Besucherrückgänge um bis zu 70 Prozent

In den zwei Erlanger Freibädern betrug der Besucherrückgang nach Angaben des Bereichsleiters, Matthias Batz rund 70 Prozent. Pro Tag konnten nur 750 Badegäste eingelassen werden, sonst sind es bis zu 6.000 am Tag. Besonders schwierig sei die Situation für das Training von Schwimmvereinen und das Schulschwimmen gewesen, das beides größtenteils eingestellt werden musste. Wegen der befürchteten finanziellen Verluste hatten manche Freibäder, beispielsweise in Feucht oder Röthenbach an der Pegnitz, in diesem Sommer gar nicht geöffnet.

© BR

Für die städtischen Freibäder in Nürnberg geht eine ungewöhnliche Saison zu Ende. Besucher wurden nur schichtweise eingelassen. Dazwischen mussten Liegen und sanitäre Einrichtungen immer wieder desinfiziert werden.

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