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Freibad-Bilanz nach Corona: Besucher-Rückgang in Oberfranken | BR24

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Die Freibäder in Oberfranken mussten coronabedingt einen Besucher-Rückgang hinnehmen.

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Freibad-Bilanz nach Corona: Besucher-Rückgang in Oberfranken

Zwischenzeitlich drohte die Freibadsaison wegen Corona komplett auszufallen, letztlich konnte sie verspätet beginnen. Wegen des guten Wetters bleiben mehrere Bäder jetzt sogar länger offen. Das Fazit der Betreiber fällt dennoch gemischt aus.

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Von
  • Lasse Berger

Die Corona-Pandemie hat sich wie erwartet auch auf die Freibadsaison in Oberfranken ausgewirkt. Wie eine BR-Umfrage ergab, haben nur halb so viele Menschen die oberfränkischen Freibäder besucht als im Vorjahr. Wenngleich die befragten Bäder einen ähnlich hohen Besucherrückgang verzeichnen, fällt das Fazit der Betreiber unterschiedlich aus: Während die Verantwortlichen in Bayreuth, Kulmbach und Hof mit der Bilanz zufrieden sind, fällt das Urteil in Bamberg "katastrophal" aus.

Bamberg: Auslastung der Freibäder bei etwa 45 Prozent

Man habe nicht einmal halb so viele Besucher wie im Vorjahr gezählt, so Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg. Zählten die drei Freibadanlagen in Bamberg im vergangenen Jahr etwa 155.000 Besucher, seien es in diesem Jahr bislang 71.000 gewesen. Giersberg führt die geringe Auslastung von 45 Prozent ausschließlich auf Corona und die damit verbundenen Folgen zurück. Aufgrund der Pandemie musste die Freibadsaison unter Auflagen später starten. Viele Besucher könnte auch die Registrierung abgeschreckt haben, glaubt Giersberg. Die Badegäste mussten mancherorts für einen Besuch ihre Kontaktdaten angeben.

Bayreuth: Besucher-Rückgang um zwei Drittel

Obwohl der Rückgang an Besuchern in Bayreuth noch stärker war, fällt das Fazit der Stadtwerke Bayreuth für das Kreuzsteinbad positiv aus. Es sei abzusehen, dass die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren um rund zwei Drittel zurückgehen werden, heißt es in einer Mitteilung: Bis Ende August haben etwa 50.000 Menschen statt wie sonst 150.000 das Kreuzsteinbad in Bayreuth besucht.

Kulmbach: Freibad-Saison mit 70 Prozent Auslastung

Auch in Kulmbach zeigt man sich zufrieden mit der Freibadsaison. Statt knapp 90.000 Menschen im vergangenen Jahr kamen bis Anfang September dieses Jahres etwa 55.000 Besucher. Das entspricht dem niedrigsten Wert der vergangenen 27 Jahre. Jonas Gleich, Pressesprecher der Stadt Kulmbach bescheinigt für die Freibad-Saison 2020 eine Auslastung von rund 70 Prozent.

Hof: Corona wirkt sich nicht so stark aus wie erwartet

Im Gegensatz zu Bamberg hatten die Freibad-Betreiber in Hof aufgrund der Pandemie bereits im Voraus eine niedrige Erwartungshaltung. Corona habe sich nicht so stark ausgewirkt, wie man befürchtet hatte, sagte Michaela Frank von den Stadtwerken dem BR. Während im vergangenen Jahr 64.000 Menschen das Freibad in Hof besucht hatten, zählten die Stadtwerke zum Abschluss der Saison etwa 30.000 Badegäste.

Wegen gutem Wetter: Freibäder verlängern Saison

Nachdem die Freibadsaison in Oberfranken zwischenzeitlich in akuter Gefahr gewesen war, wird sie aufgrund der günstigen Wettervorhersage verlängert - so werden die Bäder sicher noch den einen oder anderen zusätzlichen Besucher bekommen. In Bayreuth kann man bis zum 13. September draußen schwimmen, in Kulmbach "bis auf Weiteres" und im Bamberger Freibad Bambados bis zum 17. September.

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