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Regensburger Frauenmörder stirbt in Straubinger Gefängnis | BR24

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Der Serienmörder Horst David ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Straubing.

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Regensburger Frauenmörder stirbt in Straubinger Gefängnis

Der Serienmörder Horst David ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Straubing. Mit seinen Taten sorgte der sogenannte "Würger von Regensburg" bundesweit für Schlagzeilen.

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Von
  • Corinna Ballweg

Der Serienmörder Horst David aus Regensburg ist im Alter von 81 Jahren im Straubinger Hochsicherheitsgefängnis gestorben. Das bestätigte Marcus Hegele, der stellvertretende Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Straubing, auf BR-Anfrage. Er wurde am frühen Montagmorgen tot in seiner Zelle gefunden.

JVA geht von natürlichem Tod aus

Die genauen Umstände sind noch unklar, allerdings sei von einem natürlichen Tod auszugehen, so Hegele. Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dies sei ein gewöhnlicher Vorgang, wenn ein Gefangener in Haft sterbe. Das Ergebnis der Obduktion steht laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg, Markus Pfaller, noch aus. Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung lägen bislang jedoch nicht vor.

Prostituierte und Rentnerinnen als Opfer

David hatte in den 1990er-Jahren gestanden, sieben Frauen durch Erwürgen ermordet zu haben - zwei Prostituierte in München und fünf Rentnerinnen in Regensburg. Die ältesten Mordfälle hatten fast 20 Jahre zurückgelegen. Ermittler waren David mit Hilfe des automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungssystems auf die Schliche gekommen. Durch den Abgleich von neuen mit bereits in einer Datenbank hinterlegten Abdrücken konnte David überführt werden. Es war bundesweit das erste Mal, dass Taten auf diese Weise aufgeklärt werden konnten - einer der größten Erfolge der deutschen Kriminalgeschichte.

"Würger von Regensburg"

Als Motive für die Frauenmorde gelten unter anderem finanzielle Aspekte. So soll David knapp bei Kasse gewesen sein und die Rentnerinnen beispielsweise um Geld gebeten haben. Verweigerten sie ihm Zahlungen, brachte er sie um. Teilweise waren die Morde zunächst nicht als solche erkannt worden, weil er die Taten unter anderem wie Haushaltsunfälle aussehen ließ. In der späteren Berichterstattung wurde Horst David deutschlandweit auch als "Würger von Regensburg" bekannt.

Im Dezember 1995 war der in Breslau geborene David vom Landgericht München I zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Schon seit Jahren war er aufgrund gesundheitlicher Probleme auf der Krankenstation der JVA Straubing untergebracht.

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