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Frauenberatungsstellen unterfinanziert

Frauenhäuser und Notrufe seien chronisch unterfinanziert, beklagen die Frauenberatungsstellen in Bayern. Die Grünen fordern deutlich mehr Geld vom Freistaat.

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Im Moment bekämen viele betroffene Frauen und Kinder nicht die Beratung, die sie bräuchten, klagt die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Verena Osgyan.

Eineinhalb Vollzeitkräfte für 120.000 Einwohner

Das kann auch die Sprecherin der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe, Sabine Böhm, bestätigen: Nach Angaben der Trauma-Fachberaterin in Nürnberg sind die meisten der 32 ambulanten Beratungsstellen nur mit einer halben bis eineinhalb Vollzeitkräften besetzt. Dabei bräuchte man für 120.000 Einwohner zweieinhalb ausgebildete Fachkräfte. Besonders dramatisch ist die Lage auf dem Land.

Unsichere Finanzierung

Manchmal müssen betroffene Frauen bis zu 100 Kilometer fahren, wenn sie Hilfe brauchen. Ein Hauptproblem ist die unsichere Finanzierung der Beratungsstellen. So muss häufig Geld von Geldgebern wie der Aktion Mensch oder der ARD-Fernsehlotterie eingeworben werden. In der Praxis bedeutet das, dass die Beratung auf der Strecke bleibt, weil zu viel Zeit für die Verwaltung aufgebracht werden muss.

"Wir schicken keine Frau weg, aber theoretisch müssten wir das tun." Sabine Böhm, Sprecherin der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe

Nach den Vorstellungen der Sprecherin der landesweiten Arbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe sollte nun die Staatsregierung mehr Geld locker machen, um die Beratung auszubauen.