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Auf dem Papier ja, im Landtag nein: nur 18 der 85 neuen Landtagsabgeordneten der CSU sind Frauen
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BR24 Redaktion
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Auf dem Papier ja, im Landtag nein: nur 18 der 85 neuen Landtagsabgeordneten der CSU sind Frauen

85 Abgeordnete stellt die CSU im neuen Bayerischen Landtag - nur 18 davon sind Frauen. "Für eine Volkspartei ist ein solches Ergebnis nicht akzeptabel", kritisierte die Vorsitzende der Frauen-Union Bayern, Angelika Niebler, in ihrer Rede bei der Landesversammlung vor rund 300 Teilnehmern.

Wie die designierte Landtagspräsidentin Ilse Aigner fordert sie eine Strategie, um künftig mehr Frauen als Direktkandidatinnen aufzustellen. Schon bei der Europawahl, die kommendes Jahr ansteht, sollte diese greifen: Die Kandidatenplätze des Spitzenblocks sollten demnach paritätisch mit Männern und Frauen besetzt werden, bei den weiteren Bewerbern müsse es demnach mindestens 40 Prozent Frauen geben.

Auftrag für die Regierungsbildung

Niebler appellierte aber auch an Ministerpräsident Söder, sein Kabinett entsprechend zusammenzustellen: Einen geringeren Frauenanteil als im letzten Kabinett dürfe es nicht geben, sagte sie. Unter den 18 Mitgliedern der Staatsregierung - also inklusive der Staatssekretäre - sind sechs Frauen.

Zuvor hatte auch schon die scheidende Landtagspräsidentin Barbara Stamm im BR-Interview gefordert, künftig Frauen in der CSU-Spitze besser zu berücksichtigen.

Selbstkritik von CSU-Generalsekretär Blume

Stehende Ovationen gab es für CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, die als Gastrednerin nach München gekommen war. Ob Frauen in den Unionsparteien angemessen repräsentiert sind, sei nicht deren Privatvergnügen, sondern eine existenzielle Aufgabe, betonte sie: "Ohne Frauen ist keine Volkspartei möglich."

Eine Kritik, die CSU-Generalsekretär Markus Blume aufnahm. Er war überraschend zur Landesversammlung der Frauen-Union gekommen. Es bestehe kein Zweifel daran, dass die CSU "jünger und weiblicher" werden müsse, sagte Blume und versprach, dass die Partei nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit den Freien Wählern nicht einfach zur Tagesordnung übergehen werde.

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