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Wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung müssen sich vier Männer vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, für den Tod einer 20-jährigen Fußgängerin verantwortlich zu sein.

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Frau stirbt nach Fahrerflucht: Vier Männer vor Gericht

Wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung müssen sich vier Männer vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, für den Tod einer 20-jährigen Fußgängerin verantwortlich zu sein.

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Einer der Angeklagten, ein heute 20-jähriger Autofahrer, soll im April 2017 nach dem Besuch eines Weinfests mit fast 2,9 Promille eine 20-jährige Frau zwischen Kaltenhausen und Untereisenheim im Landkreis Würzburg mit seinem Wagen erfasst haben. Ihm wird vorgeworfen, anschließend nicht angehalten und sich auch nicht um die verletzte Fußgängerin gekümmert zu haben. Stattdessen soll er Fahrerflucht begangen haben.

Durch Aufprall in ein Feld geschleudert

Laut Staatsanwaltschaft hatte der damals 18-Jährige die Fußgängerin mit seinem VW-Golf seitlich erfasst. Durch den Aufprall wurde sie 13 Meter weit auf ein Feld geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Wenige Tage nach dem Unfall starb die junge Frau in einer Klinik.

Drei Beifahrer halfen auch nicht

In dem Wagen sollen noch die drei heute 18 und 21 Jahre alten Mitangeklagten gesessen haben. Sie sollen den Unfall mitbekommen, aber keine Erste Hilfe geleistet haben. Kurz nach dem Unfall soll der Fahrer seine drei Begleiter in Untereisenheim abgesetzt haben. Er landete wenig später mit seinem Auto in einem Straßengraben, blieb aber unverletzt.

Getötete Frau ließ zuvor ihr Auto stehen

Die junge Frau war mit ihrem Freund auf dem Weg nach Hause. Sie hatte mit ihm eine Diskothek in Würzburg besucht. Als beide Alkohol getrunken hatten, ließen sie ihr Auto stehen und baten einen Bekannten, sie nach Hause zu fahren. Sie ließen sich in Kaltenhausen absetzen, um dann zu Fuß nach Untereisenheim zu laufen. Der Freund der jungen Frau lief hinter ihr. Er blieb unverletzt.

Vater gründete Initiative gegen Alkohol am Steuer

Der Vater des Opfers gründete die Initiative "Gegen Alkohol am Steuer". Bislang sind mehr als 30.000 Aufkleber verteilt worden. Das Logo der Initiative ist ein Pfeil. Den hatte sich die junge Frau auf den Fuß tätowieren lassen, um damit ihr Lebensmotto "Immer nach vorne schauen" auszudrücken.