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Der Angeklagte bei Verhandlungsbeginn - der Erlabrunn-Prozess wird in Würzburg neu aufgerollt.
© BR/ Achim Winkelmann
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Der Angeklagte bei Verhandlungsbeginn - der Erlabrunn-Prozess wird in Würzburg neu aufgerollt.

Das Würzburger Amtsgericht hatte einen heute 58-jährigen Gemeindearbeiter aus Erlabrunn im November 2017 wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem hatte das Gericht eine anderthalbjährige Führerschein-Sperre verhängt. Das Gericht war zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte am 5. Januar 2016 eine 71-jährige Seniorin beim Winterdienst mit dem Traktor überrollt hat. Im Anschluss soll er den Unfall vertuscht haben.

Zeuge noch im Gericht festgenommen

So hatte der Streuwagenfahrer, der auch Bauhofleiter und ehemaliger Kommandant der Feuerwehr war, unter anderem dafür gesorgt, dass sein Streufahrzeug neu lackiert wurde. Auch Handydaten wurden gelöscht. Bei einer Aussage zugunsten des Angeklagten hatte sich ein Zeuge seinerzeit so in Widersprüche verstrickt, dass er noch im Gerichtssaal vorübergehend festgenommen wurde. Gegen das Urteil hatten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Für das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Würzburg sind insgesamt elf Verhandlungstage angesetzt.

Prozess um tödlichen Unfall mit Winterdienst

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Autoren

Achim Winkelmann

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 21.11.2018 - 06:30 Uhr