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Frau mit Streufahrzeug überrollt: Angeklagter schweigt erneut | BR24

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Er soll mit einem Streufahrzeug-Traktor eine 71-Jährige überrollt haben. Im neu aufgerollten Prozess vor dem Landgericht Würzburg schwieg der 58 Jahre alte Fahrer - trotz des eindringlichen Appells der Richterin, Verantwortung zu übernehmen.

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Frau mit Streufahrzeug überrollt: Angeklagter schweigt erneut

Er soll mit einem Streufahrzeug-Traktor eine 71-Jährige überrollt haben. Im neu aufgerollten Prozess vor dem Landgericht Würzburg schwieg der 58 Jahre alte Fahrer - trotz des eindringlichen Appells der Richterin, Verantwortung zu übernehmen.

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Zum Auftakt der Berufung machte der 58-jährige Angeklagte erneut von seinem Recht Gebrauch, zur Tat zu schweigen. Zuvor hatte die Vorsitzende Richterin am Würzburger Landgericht eindringlich an ihn appelliert, Verantwortung zu übernehmen: „Sie stehen jetzt an einem Punkt, an dem Sie entscheiden können wie es weitergeht – für die Angehörigen, für ihre Familie und für sich selbst!“ Ein umfassendes Geständnis könne zu diesem frühen Zeitpunkt sogar dafür sorgen, dass eine Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgeschrieben werden könne, so ihr Appell. Bei einem späteren Geständnis biete sich die Chance nicht mehr.

Richterin: "Versuch, den Prozess zu torpedieren"

Für Unmut bei der Richterin sorgte die Strafverteidigung auch mit einem Einspruch auf die Ladung des ersten Zeugen. Eigentlich sollte am Vormittag der leitende Ermittler aussagen. Das aber könne die Schöffen beeinflussen, erst müssten unmittelbare Zeugen gehört werden, so der Verteidiger. Das Gericht wertete das zwar als Angriff auf seine Unabhängigkeit und „Versuch, den Prozess mit juristischen Mitteln zu torpedieren“, gab dem Einspruch aber dennoch Recht. Das Verfahren wird deshalb am Nachmittag fortgesetzt.

Verschleierungsversuche

Der ehemals leitende Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrkommandant von Erlabrunn (Lkr. Würzburg) soll im Januar 2016 früh morgens aus Versehen die Fußgängerin überrollt haben und einfach weitergefahren sein. Die Frau starb noch an der Unfallstelle an ihren schweren Verletzungen. Später soll der Angeklagte versucht haben, die Tat zu verschleiern: So wurden Handydaten gelöscht und das Streufahrzeug neu lackiert.

Anklage und Verteidigung mit Urteil unzufrieden

Der Mann war in erster Instanz zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im ersten Prozess hatte der Angeklagte alle Vorwürfe abgestritten. Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung wird erneut aufgerollt, weil sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Würzburg eingelegt hatten.