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Frau an Gülle erstickt – Mordprozess gegen Ehemann beginnt | BR24

© Regionalnachrichten aus Schwaben

Im September 2018 ist eine Frau in Birkhausen in der Gemeinde Wallerstein an Gülle erstickt. Ihr Ehemann muss sich in Augsburg einem Mordprozess stellen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Frau aus Habgier getötet zu haben.

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Frau an Gülle erstickt – Mordprozess gegen Ehemann beginnt

Im vergangenen Herbst erstickte im schwäbischen Birkhausen eine Frau an Gülle. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehemann Mord aus Habgier vor. Die Verteidigung erklärte vor dem Prozessauftakt in Augsburg, sie wolle einen Freispruch erreichen.

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Der sogenannte "Gülle-Mord" hat vor gut einem Jahr für Entsetzen im Landkreis Donau-Ries gesorgt. Damals war die Leiche einer 51-jährigen Frau in der Nähe einer Güllegrübe gefunden worden. Bei der Obduktion entdeckten die Ermittler dann auch Gülle im Körper der Frau. Tatverdächtig ist ihr Ehemann. Der 55-Jährige muss sich nun wegen Mordes vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Vorwurf: Bewusstlos geschlagen und mit Gülle übergossen

In der Anklageschrift heißt es, dass der Landwirt aus Birkhausen bei Wallerstein seine Frau zunächst bewusstlos geschlagen haben soll. Danach soll er ihr vermutlich Gülle ins Gesicht gegossen haben. Daran sei die Frau erstickt.

Staatsanwaltschaft sieht Mord aus Furcht ums eigene Vermögen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, aus Habgier gehandelt zu haben. Damit sieht sie zumindest ein Mordmerkmal gegeben. Die Ermittler vermuten, dass sich die Frau von ihrem Mann trennen wollte. Der Bauer soll befürchtet haben, das gemeinsame Vermögen nicht für sich alleine behalten zu können. Die Rede ist von etwa 130.000 Euro.

Verteidigung spricht von tragischem Unfall

Die Verteidigung bestreitet, dass der Mann etwas mit dem Tod seiner Frau zu tun hat. Einer seiner Anwälte sagte dem BR, es habe sich um ein "tragisches Unfallgeschehen" gehandelt. Die Verteidigung werde sich deshalb für einen Freispruch einsetzen.

Für den Prozess sind 15 Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte Anfang nächsten Jahres fallen.