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Franziskaner-Mönche (Symbolbild)
© picture-alliance/dpa
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Franziskaner-Mönche (Symbolbild)

Eine endgültige Entscheidung sei laut Bohl noch nicht gefallen. Dem Provinzialminister zufolge sind die Konvente in drei Gruppen eingeteilt: Zu Gruppe 1 gehören Häuser, in denen die Franziskaner längerfristig bleiben wollen. In Gruppe 2 fallen Klöster, bei denen nicht an eine baldige Auflösung gedacht wird. Kloster Engelberg gehöre zu Gruppe 3. "Es ist davon auszugehen, dass wir uns dort in absehbarer Zeit verabschieden, aber es ist noch nicht entschieden", sagte er. Die Einordnung in Gruppen diene als "Roadmap für die Provinzleitung", also zur Orientierung. Zudem heiße zeitnah nicht unbedingt schnell. "Es kann sein, dass es noch einige Jahre dauern wird. Eine Klosterauflösung ist immer mehr sehr viel Arbeit verbunden, wir können das nur Schritt für Schritt machen", erklärte Bohl

Franziskaner haben Nachwuchssorgen

Der Orden muss seine Klosterstandorte neu strukturieren, weil auch dort der Nachwuchs fehlt. So gibt es in der Franziskanerprovinz noch knapp 260 Brüder – davon sind 16 jünger als 50 Jahre, fast zwei Drittel älter als 70 Jahre. Zudem sind in den vergangenen drei Jahren fast 40 Brüder verstorben. "Wir haben seit Jahren keinen Novizen mehr – und eben diese Nachwuchssituation zwingt uns zu Reduzierungen", räumt Bohl ein.

Entwarnung für das Kloster Kreuzberg

Das Kloster Kreuzberg bei Bischofsheim an der Rhön gehöre zur zweiten Gruppe: Zwar sei nicht an eine baldige Auflösung gedacht – das Kloster gehöre aber auch nicht zu den Orten, an denen die Franziskaner langfristig bleiben wollen. "Das entscheiden wir situativ, je nachdem, wie es sich entwickelt“, so Bohl. Auf die Klostergaststätte hätte eine Schließung wohl ohnehin keine Auswirkung: Sie ist schon seit Jahren in eine GmbH ausgegliedert.