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Was Bahnsteigtüren für München bedeuten würden | BR24

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Nachdem in Frankfurt ein achtjähriger Bub ins Gleis gestoßen worden ist, wird über mehr Sicherheit durch Bahnsteigtüren diskutiert – keine ganz neue Forderung. Wie realistisch ist sie? Und was würden Bahnsteigtüren in München bedeuten?

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Was Bahnsteigtüren für München bedeuten würden

Nachdem in Frankfurt ein achtjähriger Bub ins Gleis gestoßen worden ist, wird über mehr Sicherheit durch Bahnsteigtüren diskutiert – keine ganz neue Forderung. Wie realistisch ist ein Umbau des Münchner MVV? Und wie sehen solche Bahnsteigtüren aus?

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Nach der schrecklichen Tat von Frankfurt wird über mehr Sicherheit an Bahnhöfen diskutiert. Doch wie würde der Alltag für Pendler mit Bahnsteigtüren im MVV-Bereich aussehen? Um überhaupt einsteigen zu können, würden sich die Türen zu einem Zug am Bahnsteig erst dann öffnen, wenn S- oder U-Bahnen im Bahnhof stehen. Bis dahin müssten die Menschen am Gleis hinter transparenten Wänden warten – so wie es in Metropolen wie Paris, Mailand, Hongkong oder St. Petersburg bereits der Fall ist.

Keine Bahnsteigtüren an bestehenden Linien

Bahnsteigtüren könnten auch bei den Münchner U- und S-Bahnen mehr Sicherheit bringen. Der Gedanke kommt in der bayerischen Landeshauptstadt immer wieder auf – zum Beispiel vor mehr als zehn Jahren, als eine blinde Frau am U-Bahnhof Silberhornstraße ins Gleis gefallen und gestorben war.

Doch besonders realistisch ist solch ein Umbau nicht. Damals hieß es, der nachträgliche Einbau wäre zu aufwändig und zu teuer. Genehmigungen dafür zu erhalten, sei sehr schwierig. Hinzu kommen ungeklärte Fragen zum Brandschutz und zur Belüftung.

Allein U-Bahn-Umbau würde mehrere hundert Millionen Euro kosten

Allein die Kosten für eine Umrüstung der U-Bahnsteige im MVV-Bereich werden auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Der Umbau der S-Bahn-Stationen bis ins Münchner Umland wäre mindestens genau so teuer.

Was ist möglich? München präsentiert Machbarkeitsstudie

Bahnsteigtüren wird es also voraussichtlich nur bei Neubauten von ganzen Linien geben – zum Beispiel bei der für München geplanten Entlastungs-U-Bahn U9. Sie soll allerdings frühestens ab den 2030er-Jahren gebaut werden.

Was genau möglich ist, soll eine neue Machbarkeitsstudie zu Bahnsteigtüren zeigen. Die Ergebnisse will die Münchner Verkehrsgesellschaft bereits an diesem Freitag präsentieren.

Beispiele aus Hongkong, Singapur und Shanghai

© picture alliance/Lok Mickey/Imaginechina/dpa

Sicherheitstüren in Hongkong

© picture alliance / dpa

Sicherheitstüren in Singapur

© dpa

Sicherheitstüren in Shanghai