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Frankens Neue im Europaparlament | BR24

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Europaflaggen vor der Europäischen Kommission in Brüssel

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    Frankens Neue im Europaparlament

    Nach der Europawahl am Wochenende ist klar: Anfang Juli dürfen aus Franken vier Abgeordnete ins EU-Parlament einziehen. Es sind allesamt Frauen, drei von ihnen sind neu in Straßburg und Brüssel.

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    Marlene Mortler

    Die bekannteste unter diesen Neuzugängen im Europaparlament ist Marlene Mortler. Sie ist derzeit noch Drogenbeauftragte der Bundesregierung und sitzt seit 17 Jahren für die CSU im Bundestag. Die 63-jährige Politikerin kommt aus Lauf an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land. Sie hat bereits vor der Wahl erklärt, im EU-Parlament Agrarpolitik machen zu wollen. Für die CSU war für dieses Ressort in Straßburg zuletzt der Oberpfälzer Albert Deß zuständig gewesen, der nicht mehr zur Wahl antrat.

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    Marlene Mortler

    Pierrette Herzberger-Fofana

    Als erste Grünen-Politikerin aus Franken darf Pierrette Herzberger-Fofana aus Erlangen ins EU-Parlament einziehen. Die 70-Jährige promovierte Literaturwissenschaftlerin ist bis heute eine international aktive Frauenrechtlerin. Außerdem bringt sie politische Erfahrung als Stadträtin mit. Seit 2005 sitzt sie als Mitglied der Grünen Liste im Erlanger Stadtrat. Herzberger-Fofana wurde in Mali geboren und ist im Senegal aufgewachsen. Sie kam in den 1980er Jahren aus wissenschaftlichen Gründen in die Universitätsstadt Erlangen. Im Europaparlament möchte sie sich gern für Frauenrechte einsetzen und Migrationspolitik machen.

    © Pierrette Herzberger-Fofana (Die Grünen)

    Pierrette Herzberger-Fofana (Die Grünen)

    Sylvia Limmer

    Völlig neu in der Politik ist die AfD-Europaparlamentarierin Sylvia Limmer. Die 53-Jährige kommt aus Presseck im Landkreis Kulmbach und war erfolgreich im Stimmkreis Bayreuth zur Wahl angetreten. Die promovierte Biologin und Tierärztin sieht im Unterschied zur großen Mehrheit der AfD-Politiker den Klimawandel als real an. Allerdings bezeichnete Limmer die Maßnahmen zur Reduzierung von Kohlendioxyd im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor der Wahl als „nicht zielführend“.

    „Ich möchte gar nicht so sehr streiten mit den Leuten, ob CO2 der Klimakiller ist, das sehen wir anders. Aber, selbst wenn es um die Reduzierung geht, muss man sich die Maßnahmen ansehen. Und wenn man sich die Maßnahmen-Pakete anguckt, mit denen versucht wird, CO2 zu reduzieren, dann sind die nicht zielführend.“ Sylvia Limmer (AfD)
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    Sylvia Limmer (AfD)

    Monika Hohlmeier

    Nicht neu, aber auch aus Franken, kommt Monika Hohlmeier (56 Jahre) aus dem Landkreis Lichtenfels ins Europaparlament. Es ist mittlerweile die dritte Amtsperiode der bekannten Tochter von Franz-Josef Strauß, die zuletzt im Haushaltsausschuss des EU-Parlaments saß – und dort auch gerne weiterarbeiten möchte, sagte sie dem BR. Aus Unterfranken hat diesmal niemand den Sprung nach Straßburg geschafft.

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    Monika Hohlmeier (CSU)