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Franken Bräu: Anzeige wegen Verdachts auf Manipulation | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer

Rainer Mohr, Geschäftsführer der Franken Bräu in Mitwitz (Lkr. Kronach)

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Franken Bräu: Anzeige wegen Verdachts auf Manipulation

Rainer Mohr, der Geschäftsführer der Franken Bräu vermutet im Fall der festgestellten Natronlauge in einer Flasche Bier eine Manipulation gegen das Unternehmen. Er lasse sich deshalb anwaltlich beraten und werde Anzeige erstatten, sagte er dem BR.

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Der Geschäftsführer der Franken Bräu in Mitwitz im Landkreis Kronach, Rainer Mohr, vermutet im Fall von festgestellter Natronlauge in einer Flasche Bier eine gezielte Manipulation gegen das Unternehmen. Er lasse sich deshalb anwaltlich beraten und werde Anzeige erstatten, sagte er dem BR.

Beschwerdeprobe hat keine Verbindung zu Brauerei

Der Hintergrund: Ein Gutachten ist am Mittwoch (28.08.2019) zu dem Schluss gekommen, dass keine Verbindung zwischen der Beschwerdeprobe und dem Abfüllbetrieb in Mitwitz nachgewiesen werden kann. Ein Vergleich zwischen der Lauge in einer abgegebenen Flasche und der Vergleichslauge aus dem Unternehmen habe keine Übereinstimmung ergeben, sagte Bernd Graf, der Pressesprecher des Landratsamtes in Kronach im Gespräch mit dem BR.

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In einer Flasche Franken Bräu aus Mitwitz bei Kronach wurde Natronlauge festgestellt. Rainer Mohr, der Geschäftsführer der Franken Bräu vermutet eine Manipulation gegen das Unternehmen.

Franken Bräu rief Pils mit Bügelverschluss zurück

In der vergangenen Woche war eine Flasche Bier der Franken Bräu als Beschwerde beim Landratsamt in Forchheim abgegeben worden. Wie das Landratsamt Kronach mitteilte, ergab ein Gutachten, dass sich in der abgegebenen Flasche nicht nur Bier, sondern auch Reinigungslauge aus einer Flaschenwaschmaschine eines Getränkeabfüllbetriebs befand. Natronlaugen sind schon bei sehr geringer Konzentration gesundheitlich sehr gefährlich. Die Franken Bräu hatte daraufhin in der letzten Woche einen Rückruf für ihr Pils in der Bügelverschlussflasche mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 05.05.2020 gestartet.

Manipulationen an den Anlagen der Franken-Bräu

Mittlerweile hegt Rainer Mohr den Verdacht, dass ihm geschadet werden soll: Im Mai war in der Brauerei eingebrochen worden und Unbekannte hatten Verschraubungen der Enthärtungsanlage aufgedreht, so dass Wasser auslief. Auch auf dem Kronacher Freischießen Mitte August habe es bewusste Manipulation an seinen Ständen gegeben: Unter anderem seien die Kohlensäurezufuhr für die Zapfhähne abgedreht und Stecker für die Kühlung gezogen worden. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den Fällen und der gefundenen Natronlauge gebe, könne er schwer einschätzen, erklärte Geschäftsführer Mohr. Durch die Rückrufaktion des Bieres in der vergangenen Woche sei dem Unternehmen ein Schaden von etwa 100.000 Euro entstanden. Die Produktion laufe inzwischen wieder normal.

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Der Geschäftsführer der Franken Bräu in Mitwitz im Landkreis Kronach, Rainer Mohr, vermutet im Fall von festgestellter Natronlauge in einer Flasche Bier eine gezielte Manipulation gegen das Unternehmen. Er will Anzeige erstatten.