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Franken ’89 – Geheime Pläne der Bundeswehr für den Fall X | BR24

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Im Kalten Krieg mussten grenznahe Kasernen für den Verteidigungsfall gerüstet sein. So auch die Hainbergkaserne in Mellrichstadt. Dort lagerten Pläne für den Ernstfall in einem geheimen Raum. BR-Reporterin Nathalie Bachmann durfte ihn anschauen.

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Franken ’89 – Geheime Pläne der Bundeswehr für den Fall X

Was wäre passiert, wenn die Osttruppen wirklich die Bundesrepublik angegriffen hätten? BR-Reporterin Nathalie Bachmann trifft im zweiten Teil ihrer Serie einen ehemaligen Zugführer in einem geheimen Raum im Keller der Hainbergkaserne.

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Franken vor dem Fall der Mauer – vor allem die grenznahen Kasernen mussten damals für den Verteidigungsfall gerüstet sein. In der Hainbergkaserne in Mellrichstadt waren Panzergranadiere stationiert. Dort lagerten Pläne für Fall X, und zwar in einem geheimen Raum im Keller des Stabsgebäudes.

Pläne für den Ernstfall im Keller der Kaserne

BR-Reporterin Nathalie Bachmann hat dort den ehemaligen Zugführer Udo Straub getroffen. Er kannte die Pläne für den Ernstfall – also für den Fall, dass die Osttruppen die Bundesrepublik angegriffen hätten. Wie diese Pläne aussahen, davon hat er seiner Familie in all den Jahren nie ein Wort erzählt.

Auf eigene Verwandte schießen?

Zum einen habe er sich der Geheimhaltung verpflichtet, zum anderen wollte er auch eine Panik vermeiden, erzählt er. Im Ernstfall hätte er vielleicht sogar auf Verwandte schießen müssen. Denn Udo Straub wurde im thüringischen Suhl geboren und kam als Kind mit seinen Eltern nach Mellrichstadt. Wenn er sein Land hätte verteidigen müssen, er hätte wohl auch auf seine Verwandten geschossen, sagt er heute. Zum Glück ist er aber nie vor diese Entscheidung gestellt worden.