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In der Ulmenstraße in Nürnberg soll in den kommenden Jahren die Technische Universität (TU) mit Modellcharakter für Lehre und Forschung entstehen. Zum ersten Spatenstich ist auch Ministerpräsident Markus Söder vor Ort gewesen.

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"Franconia Valley": Spatenstich für Technische Uni Nürnberg

Große Hoffnungen setzt die Stadt und der Freistaat in die neue TU in Nürnberg: Sie sei eine Chance für die ganze Region, Nürnberg werde Impulsgeber und zu einem "Franconia Valley". Bis 2028 soll die neue Uni fertig sein.

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Von
  • Tina Wenzel

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten für die Technische Universität Nürnberg begonnen. Nach Angaben der TU Nürnberg wird damit zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren eine neue staatliche Universität in Bayern gegründet. Sie soll das neue Aushängeschild in der universitären Landschaft im Freistaat werden.

"Wir wollen ein Motor der deutschen Wissenschaftslandschaft sein." Gründungspräsident der TU Nürnberg, Prof. Dr. Dr. Hans Jürgen Prömel.

Nürnberg eine "richtig große Uni-Stadt"

In das Prestigeprojekt investiert die bayerische Regierung rund 1,2 Milliarden Euro. Die Technische Universität sei eine Chance für die ganze Region und Bayern, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Nürnbergs Flair verändert sich. Es wird eine richtig große Uni-Stadt. Das wird auf Dauer neue Unternehmen anlocken und Arbeitsplätze", so Söder.

"Franconia Valley" in Nürnberg

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sieht in dem neuen Uni-Standort einen Impulsgeber und spricht von einem "Franconia Valley", das entstehen könnte – mit internationalen Studenten und Start-ups, die sich ebenfalls beim Campus-Gelände ansiedeln sollen. Laut Ministerpräsident Markus Söder werde zusammen mit den bereits bestehenden Universitäten in der Metropolregion ein neues Wissenschaftscluster entstehen.

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Technische Universität Nürnberg: So soll das Areal in der Brunecker Straße mal aussehen.

90 Millionen Euro: Kosten in der Diskussion

Der moderne Uni-Campus entsteht auf einer Brachfläche an der Brunecker Straße. Die Kosten für das Gelände sorgten mehrfach für Diskussionen. Der Bayerische Oberste Rechnungshof rügte den überteuerten Kauf – das Grundstück sei weniger wert als die 90 Millionen Euro, die bezahlt wurden. "Dass es mitten in der Stadt teurer ist, als auf dem flachen Land, ist doch klar. Zudem wurde der Kauf in den zuständigen Ausschüssen einstimmig beschlossen", betonte Söder bei dem Spatenstich.

Anvisierte Fertigstellung: 2028

Auf der Brachfläche entsteht nun das erste Gebäude der Uni. Voraussichtlich 2028 wird der gesamte Uni-Campus fertig gestellt. Die ersten Studierenden werden aber schon früher an die Uni kommen können. Bis zu 6.000 Studierende werden an der neuen TU Platz finden.

Vorlesungen auf Englisch

Vorlesungen und Seminare werden größtenteils auf Englisch gehalten. Um international wettbewerbsfähig zu sein, seien zudem neue Studiengänge geplant, wie Quantum Engineering, Biological Engineering, Computer Science and Engineering und Humanities and Social Sciences.

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