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Fragwürdige Deals: Stadt Ingolstadt will nichts gewusst haben | BR24

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Was wusste Ingolstadts amtierender Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) über die undurchsichtigen Geschäfte seines Amtsvorgängers Alfred Lehmann (CSU)? Das wollten die Oppositionsparteien in einer Stadtratssitzung wissen.

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Fragwürdige Deals: Stadt Ingolstadt will nichts gewusst haben

Was wusste Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) über die undurchsichtigen Geschäfte seines Vorgängers Alfred Lehmann (CSU)? Das wollte die Opposition in einer Stadtratssitzung wissen. Mit den Antworten war sie nicht zufrieden.

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Die Geschäfte des wegen Korruption verurteilten ehemaligen Ingolstädter Oberbürgermeisters Alfred Lehmann von der CSU lassen die Stadt nicht los. In einer Stadtratssitzung forderten die Oppositionsparteien vom amtierenden Rathauschef Christian Lösel - ebenfalls CSU - mehr Transparenz.

Was wusste Lösel?

Grüne, SPD und die Bürgergemeinschaft Ingolstadt wollten vor allem wissen: Was wusste Ingolstadts Oberbürgermeister Lösel über die undurchsichtigen Geschäfte seines Amtsvorgängers?

Der Vorwurf an Lehmann: 2015 soll er als damaliger Stadtrat im Zuge von städtischen Grundstücksgeschäften hohe fünfstellige Beraterhonorare erhalten haben - von den zwei Maklerfirmen, die den Kauf der millionenschweren Grundstücke an die Stadt vermittelten.

Von diesen Geschäften, habe er nichts gewusst, sagt OB Lösel. Laut Stadtverwaltung haben mehrere Prüfungen keinen Zusammenhang ergeben zwischen städtischen Maklerzahlungen und den Honoraren für Lehmann.

SPD: "Lehmann konnte schalten und walten, wie er wollte"

Damit gab sich die Opposition jedoch nicht zufrieden. Ingolstadts SPD-Fraktionsführer Hans-Joachim Werner wirft Lösel fehlende Kontrolle vor: "Lehmann konnte schalten und walten, wie er wollte", kritisiert Werner. Lösel müsse sich fragen, warum er das nicht verhindert habe.

Auf die Frage, ob die Stadt Kontakt zu den beiden Maklerfirmen aufgenommen habe, die Lehmanns Honorare bezahlten, gab es folgende Antwort: Eine Firma habe Lehmann bezahlt, aber nicht im Zuge der städtischen Grundstücksgeschäfte. Die andere Firma erteilte keine Auskunft.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt teilte dem BR mit, dass sie die fragwürdigen Immobiliendeals wieder im Blick habe, ohne näher auf den Sachverhalt einzugehen.

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