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Fränkisches Freilandmuseum erhält Förderung für Synagoge | BR24

© Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim
Bildrechte: Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim

Museumsweiher mit Fachwerkhäusern im Freilandmuseum

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    Fränkisches Freilandmuseum erhält Förderung für Synagoge

    Für den Wiederaufbau der ehemaligen Landsynagoge aus Allersheim im Fränkischen Freilandmuseum erhält der Bezirk Mittelfranken eine Förderung in Höhe von 180.000 Euro aus dem Kulturfonds. Allersheim hat eine lange jüdische Geschichte.

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    Von
    • Jonas Miller

    Mit dem Geld aus dem Kulturfonds 2020 soll die Landsynagoge im mittelfränkischen Allersheim wieder aufgebaut werden. Das teilt der Bad Windsheimer CSU-Landtagsabgeordnete Hans Herold mit. Bereits Anfang April hat das Fränkische Freilandmuseum mit dem Wiederaufbau begonnen. Damit ist die Einrichtung laut eigenen Angaben das erste süddeutsche Freilandmuseum, das eine Synagoge errichtet.

    "Die Synagoge ist eine besondere Ergänzung der bestehenden Baugruppen im Fränkischen Freilandmuseum. Es freut mich daher sehr, dass für dieses Projekt eine so hohe Förderung seitens des Freistaates erfolgt." Hans Herold, CSU-Landtagsabgeordneter aus dem Stimmkreis Bad Windsheim

    Auch eine Sprecherin des Freilandmuseums zeigte sich im BR-Gespräch sehr erfreut über die finanzielle Unterstützung.

    Große jüdische Gemeinde in Allersheim

    Die 1740 errichtet Synagoge beherbergte ursprünglich im Keller die Mikwe, das jüdische Ritualbad, das sich bei archäologischen Grabungen fand. Im Erdgeschoss war die Wohnung des Rabbiners oder des Vorsängers untergebracht. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in Allersheim 18 jüdische Haushalte, mehr als ein Viertel der Bevölkerung des kleinen Dorfes gehörte früher zur jüdischen Gemeinde.

    Als mit dem Wegfall der Niederlassungsbeschränkungen für Juden in den großen Städten immer mehr Landjuden in die größeren Städte wegzogen, schwand die Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinde in Allersheim.

    Fonds fördert kulturelle Projekte

    Aus dem Kulturfonds werden kulturelle Investitionen und Projekte nicht-staatlicher Träger in den Bereichen Theater, Museen, Zeitgenössische Kunst, Musikpflege, Laienmusik, Denkmalpflege, Bibliotheken und Archive, Heimatpflege sowie sonstige kulturelle Maßnahmen und Projekte gefördert.

    In diesem Jahr fördert der Freistaat mit rund 5,3 Millionen Euro Kunst- und Kulturprojekte in ganz Bayern. Davon gehen 315.700 Euro nach Mittelfranken. Das Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim erhält davon mit 180.000 Euro den höchsten Zuschuss, für das nächste Jahr sind nochmals 120.000 Euro bewilligt worden. Elf weiter mittelfränkische Kunst- und Kulturprojekte erhalten Fördergelder zwischen 3.200 und 27.500 Euro.

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