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Fränkisches Brauereimuseum zeigt Etiketten von Rhöner Brauerei | BR24

© BR/Wolfram Hanke

Im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg läuft derzeit eine besondere Sonderausstellung. Gezeigt werden die Flaschenetiketten einer einzigen Brauerei: Pax Bräu aus Oberelsbach in der Rhön. Das gab es in der Form dort noch nie.

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Fränkisches Brauereimuseum zeigt Etiketten von Rhöner Brauerei

Im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg läuft derzeit eine besondere Sonderausstellung. Gezeigt werden die Flaschenetiketten einer einzigen Brauerei: Pax Bräu aus Oberelsbach in der Rhön. Das gab es in der Form dort noch nie.

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Die Etiketten von Pax Bräu sind im Getränkehandel unübersehbar. Teils farbenfroh, teils geheimnisvoll. Verziert mit Ziegenböcken, Segelschiffen oder Monstern. Über 80 verschiedene Rezepte hat Andreas Seufert seit der Brauereigründung vor sieben Jahren in Oberelsbach schon gebraut: Rhöner Pale Ale, Whiskey-Rauch-Lager oder Black Pilsner. Bier verfeinert mit Rhabarber, Kaffeebohnen oder Koriander. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und das gilt auch für die Etiketten. Jedes Bier bekommt einen eigenen Look und den gestaltet der Würzburger Comic-Zeichner Christian Krank, der hauptberuflich eigentlich Heilerziehungspfleger ist und nebenbei in einer Metalband singt.

Kombination von Kunst und Bier

Der Illustrator und der Brauer kennen sich schon seit ihrer Grundschulzeit in Würzburg. Das Bier und die bunten Etiketten auf den typischen Literflaschen sind inzwischen längst zum Markenzeichen geworden. So ist Nina Schipkowski vom Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg auf Pax Bräu aufmerksam geworden und hat sich entschlossen, der Rhöner Brauerei eine Sonderausstellung zu widmen. Mehr als 70 Etiketten von Pax Bräu sind in dem kleinen Museum am Michelsberg zu sehen. Vergrößert auf Posterformat, hinter Glas in Bilderrahmen.

Führung durchs Museum mit dem Brauer

Eigentlich hätte es im Mai eine Vernissage für die Sonderausstellung "Pax vobiscum" im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg geben sollen, die musste aber coronabedingt abgesagt werden. Deshalb gab es am Freitagabend ein sogenanntes Intermezzo mit dem Brauer Andreas Seufert. Der Brauer hat beim Intermezzo im Museum die Story von jedem Bier erklärt. Dazu hat er auch den Entstehungsprozess der Etiketten anhand von Tuschezeichnungen oder Entwürfen gezeigt. Für ihn als Brauer ist die Gestaltung der Etiketten auch ein wichtiges Verkaufsargument für sein Bier.

Eigene Brauerei in der Rhön gegründet

Seufert hat Mitte der Neunziger bei der Würzburger Hofbräu Brauer und Mälzer gelernt und auf der Meisterschule an der Doemens-Akademie in Gräfelfing bei München seinen Braumeister gemacht. Dann ging er erst einmal ein paar Jahre auf Wanderschaft. Er arbeitete bei Brauereien in China und Vietnam und war als Inbetriebnehmer für Sudhäuser in Dänemark, Russland, Australien oder Südafrika unterwegs, bevor er in Oberelsbach in der Rhön gelandet ist. Die kleine Brauerei ist auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Familie ansässig. Seuferts Onkel musste aus gesundheitlichen Gründen die Landwirtschaft aufgeben. Damit der Bauernhof nicht verfällt oder verkauft wird, kam der Neffe mit seiner Brauerei zum Zug.

Die Sonderausstellung "Pax vobiscum" im Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg ist noch bis Ende Oktober 2021 zu sehen. Der Eintritt kostet 4 Euro.

© Martin Kess

Brauer Andreas Seufert von Pax-Bräu

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