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Fränkische Kommunen wollen Moria-Flüchtlingen helfen | BR24

© picture alliance / NurPhoto

Flüchtlinge in Moria

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    Fränkische Kommunen wollen Moria-Flüchtlingen helfen

    Zahlreiche fränkische Kommunen wünschen sich eine schnellere Hilfe für Flüchtlinge aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria und bieten ihre Hilfe an. Es gab sogar einen Brief an Bundesinnenminister Seehofer.

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    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) planen scheinbar, 1.500 Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen. Bereits in den vergangenen Tagen signalisierten viele fränkische Kommunen ihre Hilfsbereitschaft. So auch der Rother Landrat Herbert Eckstein (SPD). Er könne nicht ruhig im Wohnzimmersessel sitzen, wenn er die Bilder aus Griechenland sieht, sagt er. Er hat einen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geschrieben.

    "Zu warten bis Europa sich einigt, wird den Menschen vor Ort und in Griechenland nicht gerecht." Brief des Rother Landrats Herbert Eckstein an Bundesinnenminister Horst Seehofer

    Der Landkreis sei wie in der Vergangenheit bereit, anteilig Menschen aus humanitären Gründen aufzunehmen und zu betreuen.

    © Landratsamt Roth

    Brief des Rother Landrats Herbert Eckstein an Horst Seehofer.

    Coburger bekunden Solidarität mit Flüchtlingen

    Bereits am Wochenende demonstrierten rund 150 Coburger Bürger ihre Hilfsbereitschaft. 60 unbesetzte Stühle stellten sie auf dem Marktplatz auf. Diese sollten symbolisch für den Platz stehen, den Coburg habe, um Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen, so die Veranstalter. Auch die Stadt Erlangen erklärt sich bereit, in der schwierigen Situation zu helfen. "Im Moment sind unsere Unterkünfte relativ licht belegt, wir sind sicherlich in der Lage mehr als zehn Menschen auch aufzunehmen", sagte der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) zum Bayerischen Rundfunk.

    Kreistag Erlangen-Höchstadt verabschiedet Appell

    Der Kreistag Erlangen-Höchstadt verabschiedete einen Appell, in dem es heißt: "Hilfe kann nicht warten bis in Europa Einstimmigkeit hergestellt ist. Deutschland muss auch aus ethischer und christlicher Verantwortung Hilfe leisten. Im Rahmen der verwaltungsmäßigen Aufgabenerfüllung wird auch der Landkreis ERH selbstverständlich seinen Beitrag wie bisher erbringen." Der Kreistag verabschiedete diesen Appell einstimmig, bestätigte Landrat Alexander Tritthart (CSU) auf BR-Anfrage.

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