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Die Kandidatur von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin wird von fränkischen Grünen-Bundestags-Abgeordneten positiv bewertet.

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    Fränkische Grünen-Abgeordnete freuen sich über Annalena Baerbock

    Geräuschlos ist Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen nominiert worden. Fränkische Grünen-Abgeordnete wie Lisa Badum aus Bamberg oder Barbara Fuchs aus Fürth unterstützen die Entscheidung, genau wie Miltenbergs Landrat Jens-Marco Scherf.

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    Von
    • Anja Bühling
    • Daniel Peter

    Die Grünen haben mit Annalena Baerbock ihre Kanzlerkandidatin für die kommenden Bundestagswahlen gekürt. Der Co-Vorsitzende Robert Habeck tritt damit in den Hintergrund. Diese Entscheidung sehen Grünen-Politiker in Franken durchaus positiv.

    Gute Teamarbeit mit Habeck

    Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, Barbara Fuchs, sei stolz darauf, wie sie im BR-Interview sagt, über die Art und Weise, wie ihre Partei zu dieser Entscheidung kam. Die Entscheidung sei unaufgeregt und nicht egozentrisch gefallen. Das grüne Spitzenduo Baerbock und Habeck habe sich mit der K-Frage in langem Abwägen und Erarbeiten befasst. Dieser Weg sei "richtig gut".

    "Es war keine egozentrische Entscheidung, sondern ein Abwägen und Erarbeiten einer Entscheidung auf einer Grundlage, mit der man sich wirklich lange beschäftigt hat." Barbara Fuchs, Grüne, Landtagsabgeordnete aus Fürth

    Baerbock vertritt neue Generation, neuen Stil

    Mit der Entscheidung für Annalena Baerbock sei sie sehr zufrieden, wie sie sagt, wäre aber mit Robert Habeck genauso zufrieden gewesen, denn "die beiden sind ja wirklich ein gutes Team." Und als solches werden sie auch weiterhin gut funktionieren, ist sich Fuchs sicher. Sie traut Baerbock auf jeden Fall zu, dass sie sich noch fehlende Kompetenzen aneignen kann. Sie habe großen Respekt vor Frau Merkel und möchte sie auch gar nicht schlecht reden. Aber Annalena Baerbock stehe einfach für eine neue Generation und damit auch für einen neuen Stil. Besonders schätzt Barbara Fuchs an der Kanzlerkandidatin, dass sie sich auch intensiv mit Wirtschaftsthemen befasst.

    Klimapolitikerin Badum unterstützt Baerbock zu 100 Prozent

    Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion aus Bamberg ist der Meinung, dass Annalena Baerbock in den vergangenen Wochen gezeigt habe, dass sie die Kandidatur wolle und auch könne. Und, so Badum im BR24-Interview weiter, "dass wir eine feministische Partei sind und deshalb habe ich erwartet, dass sie es wird und bin absolut einverstanden. Ich unterstütze das zu 100 Prozent."

    Die ganze Gesellschaft im Blick

    Ihrer Meinung nach habe Baerbock in den vergangenen Jahren die entsprechende Fachkenntnis gezeigt, sei profilierte Klimapolitikerin und zum anderen "hat sie immer einen Anspruch für die gesamte Gesellschaft skizziert." Baerbock habe sich als frühere klimapolitische Sprecherin auch um Kinderarmut, Familienpolitik und den sozialökologischen Umbau von Gesellschaft und Wirtschaft gekümmert. "Und hat dieses Motto 'Alles ist drin', was ja auch bei uns im Bundeswahlkampf steht, wirklich mit Leben gefüllt", meint Badum. Man wolle eben nicht nur ein Themenfeld besetzen, sondern Lösungen für die gesamte Gesellschaft anbieten. "Sie ist auch jemand, finde ich, der emotional sehr nahbar ist und eben fachkompetent."

    Es sei zwar das erste Mal, dass die Grünen "auf Platz eins spielen", aber die Zeit sei wirklich reif dafür, findet die klimapolitische Sprecherin der Partei, denn die Menschen wollten tatsächlich einen Wandel und Veränderungen. Allerdings könne kein Kandidat, keine Kandidatin diese Aufgabe allein bewältigen, sondern nur im Team und Badum fügt an: "Ich spüre diesen Teamgeist aber sehr, sehr stark."

    Kinder, Jugendliche und Ältere ins Zentrum rücken

    Jens-Marco Scherf ist der einzige Grünen-Landrat in Bayern. Der Landrat aus Miltenberg erklärte im BR-Interview, dass er sehr gespannt gewesen sei, ob Baerbock oder Habeck das Rennen um die Kanzlerkandidatur macht. Seiner Meinung nach, hätten beide "das Zeug" dafür gehabt. Für ihn seien auch die Werte und Ziele entscheidend, die Baerbock vertrete.

    "Ich fand es unheimlich klasse, dass sie als erstes heute gesagt hat, sie möchte die Kinder, die Jugendlichen und auch die älteren Menschen in den Mittelpunkt stellen. Denn das ist gerade etwas, was mir in der Pandemie viel zu kurz kommt." Jens-Marco Scherf, Grüne, Landrat von Miltenberg

    Für Scherf steht Baerbock nicht allein dafür, dass sie Kanzlerin werden will, sondern sie stehe als Kanzlerkandidatin zur Verfügung, weil sie Werte und politische Projekte verfolge.

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