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Protestaktion von Gastwirten: "Leere Stühle" in Straubing | BR24

© BR/Sarah Beham
Bildrechte: dpa/Arne Dedert

Aktion "Leere Stühle" in Straubing

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Protestaktion von Gastwirten: "Leere Stühle" in Straubing

In Straubing wollen Gastwirte heute mit vielen leeren Stühlen auf dem Theresienplatz demonstrieren und dadurch auf die Bedrohung ihrer Existenz durch den Corona-Shutdown aufmerksam machen – trotz der geplanten Lockerungen in den kommenden Wochen.

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Von
  • Sarah Beham

In Straubing demonstrieren Gastwirte heute mit vielen leeren Stühlen auf dem Theresienplatz - dadurch wollen sie auf die Bedrohung ihrer Existenz durch den Corona-Shutdown aufmerksam machen. Sie schließen sich damit einer Bewegung an, die seit einigen Wochen bereits bundesweit läuft. 

  • Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Niederbayern finden Sie hier.

150 leere Stühle auf dem Theresienplatz

Am Nachmittag sollen daher insgesamt 150 leere Stühle auf dem Straubinger Theresienplatz stehen – als Symbol für die vielfach drohenden Pleiten durch Umsatzverluste von Restaurants und Wirtshäusern in der Corona-Zeit. Für die Aktion haben sich rund 250 Gastronomen aus dem Landkreis Straubing-Bogen zusammengeschlossen. Mit dabei sind unter anderem die Gäubodenvolksfestwirte Wenisch und Reisinger, aber auch die Sterneköche Mathias Buchner und Michael Ammon sowie der TV-Koch Ludwig "Lucki" Maurer.

Hoher finanzieller Schaden

Einige Forderungen der Gastronomen: Eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, Zuschüsse für den Umsatzausfall sowie eine mehrjährige Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent. Auch Familienfeiern im kleinen Rahmen sollten ermöglicht werden, Freischankflächen großzügig erweitert und die Biergartenerlaubnis über 20 Uhr hinaus verlänger werden. Wichtig ist den Organisatoren, dass sich die Demo nicht gegen die Corona-Maßnahmen der Regierungen von Bund und Freistaat richtet. Allerdings soll die Protestaktion zeigen, dass die stufenweise Öffnung der Gaststätten und Restaurants nur ein kleiner Schritt ist. Den normalen Umsatz könne man mit dem Sicherheitsabstand und einer begrenzten Anzahl von Gästen nicht erwirtschaften.  

Wünsche der Gastwirte

Die Organisatoren der Demo plädieren für die Erlaubnis von Familienfeiern im kleinen Rahmen und für die Verlegung von Kommunionen und Firmungen noch in diesem Jahr. Außerdem wünschen sie sich eine großzügige Erlaubnis von zusätzlichen, kostenlosen Freischankflächen und eine Biergartenerlaubnis über 20.00 Uhr hinaus.

Hoffen auf Verständnis der Gäste

Mitorganisator Sebastian Völkl, der das Restaurant "Jedermann" in Straßkirchen betreibt, betont, dass sich auch langfristig etwas ändern müsse. Billige Preise führten nicht in die Zukunft. Er hoffe aber auf Verständnis der Gäste.

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