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Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid | BR24

© Picaro Photography
Bildrechte: Picaro Photography

Hamsterkauf im Ballkleid: Hinter den Bildern steckt auch immer ein bisschen Ironie.

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Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid

Kein Restaurantbesuch, keine Konzerte, kein Grund, sich mal wieder schick anzuziehen. Die Pandemie drückt vielen langsam aufs Gemüt. Eine Dachauer Fotografin hat Menschen bei Alltagstätigkeiten begleitet. Die tragen dabei aber ein besonderes Outfit.

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Von
  • Julia Haas

Vielen Menschen fällt in dieser Pandemie langsam die Decke auf den Kopf: Alle Tage und Wochen sind irgendwie gleich. Die Fotografin Caroline Guth hat im Gespräch mit Freunden gemerkt, dass viele von ihnen einen Lichtblick bräuchten. Sich einfach mal wieder selbst feiern, darum geht es in ihrem Projekt "Lockdowngala".

Den Alltag schön machen

Dafür hat die Dachauerin Menschen bei alltäglichen Tätigkeiten begleitet: Einkaufen, Müll wegbringen, Gartenarbeit. Thematisch war alles dabei, womit sich die Menschen die letzten Monate im Lockdown die Zeit vertrieben haben oder was sie einfach tun mussten: Altglas wegwerfen, auf der Couch lümmeln und fernsehen, Fenster putzen, Kuchen backen, in der Werkstatt tüfteln, Haare schneiden, Home Office oder eine Sporteinheit. Spazieren gehen durfte auch nicht fehlen.

Mit High Heels zum Wertstoffhof

Nur passierten diese Dinge eben nicht in Jogginghose, sondern "aufgebrezelt". Zum Wertstoffhof ging es dann mit rückenfreiem Kleid und goldenen High Heels – und Caroline Guth hat das Ganze fotografiert. Natürlich mit Abstand und Maske. Viele ihrer Protagonistinnen hätten die Chance genutzt, um ihre schicksten Kleider aus dem Schrank zu kramen und auszuführen, erzählt die Fotografin – Gelegenheiten gäbe es eh viel zu selten.

Das Projekt sollte Abwechslung bieten, ein bisschen Glamour in der Pandemie. "Es gibt immer so viel Kritik an uns selbst. Ich finde es schön, wenn wir uns mal wieder so richtig feiern und gut fühlen", so die Fotografin. Das bedeute freilich nicht, dass wir ungeschminkt und ohne schicke Kleider nicht auch schön wären. Aber es gehe einfach um das, wie sie es nennt, "sich selber zelebrieren".

Ein Projekt für alle

Ihre Fotoreihe hat Caroline Guth in den sozialen Medien hochgeladen – mit sehr positiver Resonanz. Viele hätten ihr geschrieben, dass ihnen diese Bilder gerade wirklich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hätten, berichtet sie – wohl gerade weil alle gerade das Gleiche durchmachen und sich jeder damit identifizieren könne.

Zum Nachmachen empfohlen

Caroline Guth würde sich freuen, wenn sich der eine oder die andere von ihrer Idee inspirieren lässt. Sie empfiehlt: Einfach mal vor dem Spiegel tanzen und beim Spaziergang die schönste Garderobe anziehen. Egal ob Kleid, Anzug oder das Kleidungsstück, das nur für besondere Anlässe im Schrank hängt. Damit wir die Freude am Leben und der Leichtigkeit nicht verlieren.

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Müll rausbringen im Abendkleid - wenn der Gang vor die Tür zum Highlight wird.

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Bananenbrot: Nie wurde so viel daheim gekocht, gebacken und gegessen wie jetzt.

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Wenn der Spaziergang zum Catwalk wird.

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High Heels zum Spazieren gehen. Mit diesem Schuhwerk sollte man lieber die kleine Runde drehen.

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Waschparty. Nicht zum Lachen in den Keller gehen, sondern zum Tanzen.

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Homeworkout. Modenschau oder Training?

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Aufbrezeln für den Haarschnitt zuhause.

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Grüner Daumen, grünes Kleid. Pfleg die Pflanzen und dich selbst.

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Wenn Flaschen wegbringen das einzige Event ist – dann brezelt man sich eben dafür auf.

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