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Fotodoku "Türgeschichten" gegen die Corona-Krise | BR24

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Mut machen, Gesicht zeigen und Unternehmen, denen es gerade nicht so gut geht, eine Stimme geben. Das will Fotografin Jasmin Schock aus Muhr am See mit ihren "Türgeschichten". Außerdem hilft sie damit noch.

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Fotodoku "Türgeschichten" gegen die Corona-Krise

Fotografin Jasmin Schock gibt einige Anweisungen. Stefanie Schwarz steht vor der Tür des Walder Dorfladens. Die Kamera klickt. Jasmin fotografiert "Türgeschichten" – und hilft damit kleinen Unternehmen in der Corona-Krise.

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Eine Buchhändlerin, einen Tanzlehrer, eine Familie und einige mehr hatte sie schon vor der Linse. Jasmin Schock aus Muhr am See (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) will mit ihren "Türgeschichten" diese besondere Zeit abbilden und zeigen, wer hinter kleineren Unternehmen steht und diese unterstützen. Natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

"Dass man bei den Unternehmen zum Beispiel auch sieht, wer das Unternehmen führt und dass man auch die Geschichte dahinter hört. Manche beschweren sich, dass sie nicht in die Eisdiele gehen dürfen und es gibt auch welche, die im Moment wirklich ein finanzielles Problem haben." Jasmin Schock, Fotografin

"Türgeschichten" kommen gut an

Normalerweise fotografiert Jasmin um diese Jahreszeit Hochzeiten. Jedes Wochenende eine Trauung. Nun schenkt sie ihre Zeit kleinen Unternehmen, Restaurants und Familien. Jasmin hat die Idee in den Sozialen Medien gesehen und aufgegriffen. Nach den ersten zögerlichen Anfängen, wollen immer mehr Leute von ihr fotografiert werden. Die Bilder werden dann zusammen mit einem Text auf Jasmins Profilen auf Facebook und Instagram veröffentlicht.

Ehrenamtliche Nahversorgung in der Corona-Krise

Stefanie Schwarz ist die Vorsitzende des Vereins "Walder Dorfladen". Nun steht sie für die "Türgeschichten" vor der Kamera. Sie soll auf den Dorfladen zugehen, sich vor die Tür setzen, aus der Scheibe gucken – Jasmin und Stefanie haben sichtlich Spaß beim Shooting. Doch geht es hier nicht nur um Spaß.

"Wir können zeigen, wie wichtig Nahversorgung für das Dorf ist." Stefanie Schwarz, Verein Walder Dorfladen

Der Dorfladen darf geöffnet bleiben. Allerdings muss der Verkauf momentan ehrenamtlich organisiert werden. Rund 30 Walder und Streudorfer packen mit an, damit sich die Walder Bevölkerung während der Corona-Krise mit Backwaren und Dingen des täglichen Bedarfs versorgen kann. Der beliebte Mittwochsnachmittagskaffee und das Freitagsfrühstück fallen aus. Der Dorfladen soll trotzdem weiterlaufen. Stefanie Schwarz sucht immer nach neuen Ideen und Angeboten.

Spende statt Honorar: jeder Cent hilft

So ist sie auf Jasmin und ihre "Türgeschichten" gestoßen. Die Idee hat sie überzeugt, zumal die Fotografin auf ihr Honorar verzichtet und stattdessen um eine Spende für den Verein Assistenz- und Servicehunde in Bayern bittet. Jasmin ist klar, dass keine riesigen Summen zusammenkommen werden. Schließlich bangen gerade die kleinen Unternehmen um ihre Existenz, dennoch ist jeder Betrag eine Hilfe.