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Fortbildung für Feuerwehrleute in Bayern oft Glücksache | BR24

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Laut dem Bayerischen Innenministerium gibt es 15.000 Lehrgangsplätze an den drei Feuerwehr-Schulen in Geretsried, Würzburg und Straubing. 32.000 seien zuletzt angefragt worden. Es gibt also einen sauberen Engpass, Teilnahme erscheint als Glücksache

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Fortbildung für Feuerwehrleute in Bayern oft Glücksache

Sie retten Leben und die meisten von ihnen machen das ehrenamtlich, neben ihrem Beruf. Die Einsatzkräfte von 7.600 Feuerwehren in Bayern helfen im Notfall. Dafür brauchen sie Schulungen. Doch bei den Feuerwehrschulen gibt es einen Engpass.

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Ob Feuerwehrleute einen Platz in einem Kurs bekommen ist zu oft in Bayern Glücksache. Doch sie retten Leben und die meisten von ihnen machen das ehrenamtlich, neben ihrem Beruf - entsprechend sind sie auf Fortbildungen angewiesen. Es gibt rund 7.600 Feuerwehren in Bayern. Aber Lehrgangsplätze an den drei staatlichen Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg und Würzburg sind knapp. Es gibt einfach zu wenig Lehrgangsplätze. 15.000 sind es derzeit, zuletzt wurden aber 32.000 angefragt.

Innenministerium verweist auf Masterplan

"Eine Deckung des angefragten Bedarfs sei nicht möglich und auch nicht das Ziel," sagt das Bayerische Innenministerium. An den drei staatlichen Schulen in Geretsried, Regensburg und Würzburg soll aber bis 2028 ein Masterplan umgesetzt werden, um auf den erhöhten Lehrgangsbedarf zu reagieren. Ein wichtiger Kurs für die Einsatzkräfte ist der Gruppenführer-Lehrgang. Laut dem Innenministerium sind hier die Anfragen nach Plätzen zurückgegangen. Einige Kreisbrandräte in Bayern sehen das aber anders. Christof Grundner, der Kreisbrandrat von Traunstein, zum Beispiel, sagt, 82 Leute hätte er in diesem Jahr gerne zu dieser Schulung geschickt, nur 49 wurden bewilligt.

Nichtstaatliche Schulen sind teuer - auch im Fach Feuerwehr

Einige Gemeinden in den Landkreisen Traunstein und Altötting finanzieren die fehlenden Schulungen nun an einer nichtstaatllichen Feuerwehrschule: der Werkfeuerwehr des Chemiepark Gendorf im Landkreis Altötting. Die Bezahlung nichtstaatlicher Kurse liegt bei den Kommunen, oft wollen oder können diese aber nicht finanzieren, zum Beispiel im Landkreis Mühldorf.

Förderung für nichtstaatliche Schulen scheint schwierig

Staatliche Unterstützung könnte hier helfen und entlasten. Diese ist laut dem Innenministerium aber nicht vorgesehen und kommt nur ganz selten vor. Man müsse dafür außerdem an den Ausschreibungen teilnehmen. In diesem Jahr wurde lediglich ein Lehrgang von insgesamt 100 verschiedenen ausgeschrieben und dann auch gleich für das Folgejahr.