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Bildrechte: Ingo Blechschmidt

Am Montag hat die Polizei zwei Baumhaus-Camps von Klimaaktivisten im Forst Kasten geräumt.

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    Forst Kasten: Polizei räumt erneut besetzte Bäume

    Im Forst Kasten in Krailing bei München hat die Polizei am Montag zwei Baumhaus-Camps von Klimaaktivisten geräumt. Insgesamt 14 Personen hatten sich an der Protestaktion in den Baumwipfeln beteiligt.

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    Von
    • Frank Jordan
    • Tobias Bönte
    • Anton Rauch

    Seit den frühen Morgenstunden räumten Polizisten erneut besetzte Bäume im Forst Kasten bei München. In der Früh war das erste Baumhaus geräumt worden, im Lauf des Vormittags dann das zweite. Alle Klimaaktivisten seien mittlerweile abgeseilt und weggetragen worden, so die Polizei. Jetzt würden die Einsatzkräfte noch die von den Umweltschützern errichteten Plattformen beseitigen. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren 14 Personen an den Protestaktionen beteiligt, acht an dem zuerst geräumten Camp und sechs an dem zweiten. Hier dauerten die Maßnahmen der Polizei länger, weil sich die sechs Umweltschützer in großer Höhe verschanzt hatten. Die beiden Baumhäuser lagen rund 200 Meter voneinander entfernt und nicht am Standort der erlaubten Mahnwache. Auf Seiten der Polizei waren rund 40 Kräfte an der Räumung beteiligt.

    Protest hoch über dem Waldboden

    Am Freitag hatten dort wieder mehrere Demonstranten unabhängig voneinander an zwei Örtlichkeiten Plattformen und Hängematten in mehreren Metern Höhe eingerichtet, auf denen sie am Wochenende übernachteten. Einer der Aktivisten sprach gegenüber dem BR von zwei unabhängigen Gruppen, die sich derzeit im Wald aufhielten. Seine Gruppe habe eine Plattform in 14 Metern und je eine Hängematte in neun und in vier Metern Höhe errichtet.

    Rodung für Kieswerk-Erweiterung geplant

    Seit mehreren Wochen protestieren Aktivisten mehrerer Gruppen gegen die geplante Rodung im Forst Kasten für die Erweiterung eines Kieswerks. Das Landratsamt München hat den Kiesabbbau in dem Waldgebiet genehmigt. 2017 beschloss der Münchner Stadtrat, rund 9,5 Hektar Wald zum Kiesabbau auszuschreiben. Dafür müssten aber rund 10.000 Bäume gefällt werden. Die Gegner des Projekts kritisieren das angesichts der Klimaerwärmung als unverantwortlich. Seit einigen Wochen werden immer wieder Baumhäuser errichtet und anschließend geräumt. Am 10. Juni war das Areal zuletzt von der Polizei geräumt worden.

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