Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Forst-Gewerkschaft fordert neue Waldstrategie | BR24

© Susanne Hagenmaier

Der Wald ist in Gefahr: Davor warnen nicht nur Umweltschützer, sondern auch die oberbayerische Forst-Gewerkschaft. Sie fordert eine Waldstrategie und dafür mehr Personal in der Forstarbeit. Hitze und Trockenheit schädigen vor allem die Nadelwälder.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Forst-Gewerkschaft fordert neue Waldstrategie

Der Wald ist in Gefahr: Davor warnen nicht nur Umweltschützer, sondern auch die oberbayerische Forst-Gewerkschaft. Sie fordert eine Waldstrategie und dafür mehr Personal in der Forstarbeit. Hitze und Trockenheit schädigen vor allem die Nadelwälder.

1
Per Mail sharen
Teilen

Umweltschützer warnen vor einem neuen Waldsterben. Und auch die oberbayerische Forst-Gewerkschaft, IG Bauen-Agrar-Umwelt, sieht den Wald in Gefahr. Sie fordert eine neue Waldstrategie und dafür mehr Personal in der Forstarbeit. Hitze und Trockenheit schädigen vor allem Kiefern und Fichten.

Trockenheit macht Bäume wehrlos

Ohne eine neue Waldstrategie sei den Folgen des Klimawandels vor allem in den Nadelwäldern nicht mehr beizukommen, sagt Michael Müller, Bezirksvorsitzender der Forst-Gewerkschaft für Oberbayern. Borkenkäfer könnten sich wegen der Wärme viel länger halten, gleichzeitig könnten die Bäume wegen der Trockenheit nicht genug Harz bilden, um sich gegen den Schädling zu wehren, so Müller.

Bisher machen Nadelbäume knapp zwei Drittel des Waldes in Bayern aus. Es müsste aber mehr Mischwald gepflanzt werden, und dafür bräuchte es mehr Förster und Waldarbeiter, die den Umbau vorantreiben können.

Söder will mehr Bäume als CO2-Speicher

Mit seinen Forderungen könnte Müller bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf offene Ohren stoßen. Der hatte kürzlich angekündigt, in den kommenden Jahren mehrere Millionen Bäume zusätzlich pflanzen zu lassen. Der Staatswald solle in Zukunft nicht mehr nur als Einkommensquelle gesehen werden, sondern auch als klimafreundlicher CO2-Speicher.

BUND warnt vor "Waldsterben 2.0"

Die Umweltschutzorganisation BUND weist unterdessen auf ein sogenanntes "Waldsterben 2.0" hin und fordert energische Gegenmaßnahmen. BUND-Chef Hubert Weiger sagte am Mittwoch, Hitze und anhaltende Trockenheit durch die Klimaerwärmung würden die ohnehin schon angespannte Situation in Deutschland inzwischen dramatisch verschärfen. Vor allem Monokulturwälder aus Fichten und Kiefern würden aufgrund der Stressbelastung momentan regelrecht zusammenbrechen.