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Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Ingolstadt | BR24

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Roboter hilft Hotelgästen im Landkreis Cham mit Informationen

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Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Ingolstadt

Mobilität, Gesundheit, Produktion und Handel. Zu diesen Themen sollen in Kürze zwei Dutzend Wissenschaftler forschen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Forschung macht das am Donnerstag gegründete KI-Zentrum bayernweit einzigartig.

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Ziel des KI-Zentrums in Ingolstadt ist es, mit den Forschungsergebnissen möglichst schnell konkreten wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Gleichzeitig sollen aber auch die ethischen Fragen der Künstlichen Intelligenz wissenschaftlich diskutiert werden.

Studie prognostiziert gigantische Wachstumsaussichten

Bei der Gründungsveranstaltung am Donnerstag betonte THI-Präsident Walter Schober die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für die deutsche Wirtschaft. Er zitierte eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft PwC, wonach die Wertschöpfung durch KI in der Bundesrepublik bis 2030 auf 430 Milliarden Euro steigen werde. Das entspreche einem Wirtschaftswachstum von über 11 Prozent. Noch deutlicher werde der KI-Effekt in China ausfallen mit einem Wirtschaftswachstum von 30 Prozent. In den USA erwartet die PwC-Studie ein KI-basiertes Wirtschaftswachstum von 15 Prozent.

Ethik als Wettbewerbsvorteil

Der chinesischen und US-amerikanischen Konkurrenz stellen sich die Ingolstädter laut Schober mit dem ambitionierten Dreisatz "schneller, besser, ethischer". Gerade die Betonung der ethischen Komponente könne auf Dauer auch ein Wettbewerbsvorteil sein, meinten Schober wie auch der Oberbürgermeister von Ingolstadt Christian Lösel übereinstimmend.

KI bei Mobilität, Gesundheit, Produktion und Handel

Die anwendungsbezogenen Forschungsfelder beschäftigen sich beispielsweise mit Bild- und Spracherkennung. So kann KI beim Aufbau der "intelligenten Fabrik" helfen. In der industriellen Produktion soll KI die Qualitätskontrolle verbessern. So lassen sich zum Beispiel Bauteile vor ihrem Einbau schneller überprüfen, bei eventuellen Schäden können dann Ersatzteile rascher geliefert werden. Im Bereich Mobilität braucht man die Künstliche Intelligenz beim automatisierten Fahren, aber auch bei der Steuerung von Batteriezellen.

Roboter für den Handel - bessere Diagnosen in der Medizin

Der Handel will KI bei Robotern einsetzen, die Kunden beraten sollen. Künstliche Intelligenz soll auch helfen, die Vorlieben der Kunden zu erkennen und die Angebote entsprechend individuell an Kundenwünsche anzupassen. Auch Ärzte und Patienten können von KI profitieren: Im Gesundheitsbereich soll KI die Diagnose unterstützen und es Medizinern ermöglichen, Operationen besser trainieren zu können.

Zahlreiche Kooperationspartner

Zur Gründungsveranstaltung am Donnerstag kam neben Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Kommunen auch Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler an die Technische Hochschule Ingolstadt.

Bayern zahlt fünf der insgesamt 12 Forschungsprofessuren. Die restlichen sieben finanzieren die Partner des KI-Projekts. Zu ihnen zählen neben der Technischen Hochschule, die AUDI AG, MediaSaturn, die Fraunhofer Gesellschaft, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Stadt Ingolstadt sowie das Klinikum Ingolstadt. Insgesamt ist das Ingolstädter Projekt eingebettet in das bayerische Netzwerk von KI-Aktivitäten an den Standorten München, Erlangen, Augsburg, Bayreuth, Würzburg, Amberg-Weiden.

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