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Forschung zum Virus: Corona-Studie in Würzburger Kitas | BR24

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Auch in Kindergärten und Kitas befürchtet man eine Ausbreitung des Corona-Virus. Forscher der Uni Würzburg wollen jetzt herausfinden, wie sich eine Infektion bei Kindern im Vorschulalter am schnellsten und besten entdecken lässt.

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Forschung zum Virus: Corona-Studie in Würzburger Kitas

Wie können Corona-Infektionen bei Kindern frühzeitig entdeckt werden, damit in Kitas ein dauerhafter Betrieb möglich ist? Das möchte eine deutschlandweit einmalige Studie der Uni Würzburg herausfinden. 800 Vorschulkinder können freiwillig teilnehmen.

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An der Versuchsreihe beteiligt sind neben der Stadt Würzburg und der Universität verschiedene Fachrichtungen der Uniklinik, darunter die Virologie, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Allgemeinmedizin. Mehr als 800 Kinder im Vorschulalter können ab Herbst an der Studie teilnehmen. Die Untersuchung sei keine Pflicht, sondern ein Angebot, betonte Prof. Dr. Oliver Kurzai vom Lehrstuhl für Mikrobiologie und Mykologie.

Studie soll zwölf Wochen dauern

Ein Teil der Kinder wird über drei Monate regelmäßig darauf getestet, ob eine Infektion mit dem Corona-Virus vorliegt. Ein anderer Teil wird nur im Verdachts-Fall getestet. "In den zwölf Wochen der Studiendauer sollen 10.000 Virusnachweise erfolgen - logistisch ist das ein erheblicher Aufwand", erklärt Kurzai. Außerdem sollen Eltern und Betreuungspersonal befragt werden. Sozialreferentin Hülya Düber und ihr Team haben neun der etwa 80 Kinderbetreuungseinrichtungen in Würzburg ausgewählt, an der Studie teilzunehmen. Grundlage war, dass diese neun Einrichtungen je 80 bis 100 Kinder besuchen, also ähnlich groß und ähnlich strukturiert, und zudem über die Stadt verteilt sind.

Wie kann man Corona-Infektion frühzeitig erkennen?

Ihr Ziel sei auch, so Düber, Vernachlässigung und Misshandlung zu verhindern. "Das geht nur, wenn in den Kitas wieder der reguläre Betrieb gewährleistet werden kann. Und das erhoffen wir uns unter anderem von der Studie." Die Forscher wollen herausfinden, wie Corona-Infektionen möglichst früh entdeckt werden können, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Außerdem geht es darum, wie praktikabel die Methoden im alltäglichen Betrieb der Kinderbetreuungs-Einrichtungen sind und wie gut sie von allen Beteiligten akzeptiert werden. Auch die Kosten der Methoden werden verglichen. Das Bundesministerium für Forschung und Bildung hat eine Finanzierung von mehr als einer Million Euro zugesagt. Die sogenannte "Wü-KiTa-CoV-Studie" wird im Rahmen des Forschungsnetzwerks InfectControl gefördert.

© Kristian Lozina / Uni Würzburg

Auf dem Bild sehen Sie von links Christoph Härtel, Christian Schuchardt, Hülya Düber, Oliver Kurzai und Johannes Liese

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