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Mitarbeitende der Lebkuchenfabrik Max Weiss in Neu-Ulm legen die Arbeit nieder. Sie fordern mehr Lohn.

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    Forderung nach mehr Lohn: Warnstreik bei Lebkuchenhersteller

    In den frühen Morgenstunden legten Beschäftigte der Lebkuchenfabrik Max Weiss in Neu-Ulm die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordert von der Süßwarenindustrie mehr Lohn.

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    Von
    • Joseph Weidl
    • Veronika Scheidl

    Zwischen drei und sieben Uhr in der Früh ruhte am Mittwoch bei der Lebkuchenfabrik Max Weiss in Neu-Ulm die Arbeit. Zwischen 50 und 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Arbeitsschichten beteiligten sich laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in dieser Zeit an dem Warnstreik.

    Gewerkschaft fordert mehr Lohn

    Zum Streik hatte die NGG aufgerufen. Um fünf Uhr gab es eine Versammlung vor dem Werkstor, bei der die Gewerkschaft ihre Forderungen kundtat: Sie fordert von der Süßwarenindustrie mehr Lohn. Konkret soll es ein Einkommensplus von fünf Prozent geben, mindestens jedoch 150 Euro mehr pro Monat. Auszubildende sollen mindestens 100 Euro mehr bekommen.

    NGG spricht von Umsatzplus der Süßwarenhersteller

    Hintergrund der Forderungen ist laut Gewerkschaft ein Umsatzplus der Süßwarenhersteller von 9,6 Prozent im vergangenen Jahr. Während der Corona-Krise hätten viele Bürgerinnen und Bürger verstärkt Süßigkeiten gekauft. Von diesem erhöhten Umsatz sollten jetzt auch die Beschäftigten etwas haben.

    Jedoch widersprechen die Zahlen, die der Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI) aufführt, den Angaben der Gewerkschaft. Laut Pressemitteilung des BDSI vom Januar 2021 hätte die Branche 2020 im wichtigen Exportgeschäft Verluste eingefahren. Der Inlandsumsatz sei um 3,7 Prozent gestiegen. Ein Vertreter der Gewerkschaft sagte dem BR, ihr hätten andere Zahlen vorgelegen.

    Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeber-Vertretern sollen nächste Woche (24.6.) in Fürth weitergehen. Seit Anfang Juni finden in Bayern Warnstreiks der NGG statt.

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