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Forchheim sagt dem Bärlauch-Tourismus den Kampf an | BR24

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Das Landratsamt Forchheim appelliert, Bärlauch nur in haushaltsüblichen Mengen und nur dort zu sammeln, wo es erlaubt ist.

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Forchheim sagt dem Bärlauch-Tourismus den Kampf an

Im Landkreis Forchheim nimmt der Bärlauch-Tourismus überhand. Die gesammelten Mengen seien nicht mehr naturverträglich, heißt es aus dem Landratsamt. Die Behörde will nun kontrollieren und illegale gewerbliche Sammler aus dem Verkehr ziehen.

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Von
  • Lasse Berger
  • Thorsten Gütling

Der Landkreis Forchheim fürchtet um den Bärlauch-Bestand in der Region. Das Pflücken der Pflanze habe Ausmaße angenommen, die nicht mehr naturverträglich seien, heißt es aus dem Landratsamt. Grund dafür seien die vielen Menschen, die auch aus dem weiteren Umkreis in das Gebiet strömten, um Bärlauch zu zupfen.

Bärlauch nur in haushaltsüblichen Mengen zupfen

Grundsätzlich sei das Sammeln von Bärlauch mit Rücksicht auf die Natur in haushaltsüblichen Mengen erlaubt. Das sei bei Bärlauch maximal eine übliche Stofftasche voll.

Bärlauch-Sammeln im Naturschutzgebiet verboten

In Naturschutzgebieten wie dem Hetzleser Berg sei das Pflücken indes verboten. Das gewerbsmäßige Sammeln des wildwachsenden Bärlauchs müsse beantragt werden.

Landratsamt Forchheim gibt Tipps

Wer Bärlauch im Einklang mit der Natur pflücken möchte, dem gibt das Landratsamt Forchheim folgende Tipps an die Hand:

  • Pro Pflanze immer nur ein bis zwei Blätter mitnehmen, damit sich die Pflanzen regenerieren können.
  • Die Blätter mit dem Messer oder der Schere abschneiden, nicht ausreißen.
  • Nur dort pflücken, wo viel Bärlauch wächst.
  • Bärlauch nie im Naturschutzgebiet pflücken.
  • Nur so viel Bärlauch mitnehmen, wie tatsächlich verarbeitet werden kann.
  • Gewerbliches Sammeln nur mit Genehmigung des Landratsamtes.

Gewerblichen Sammlern von Bärlauch drohen Anzeigen

Wer ohne eine Genehmigung des Landratsamtes gewerblich Bärlauch sammelt, müsse mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die Naturschutzgesetze rechnen, heißt es aus dem Forchheimer Landratsamt. Die Naturschutzwacht des Landkreises werde am Osterwochenende verstärkt die Einhaltung der Regeln kontrollieren und gegebenenfalls Platzverweise aussprechen, übermäßige Mengen einziehen oder sogar Anzeige erstatten.

© picture alliance/Robert Jaeger/APA/picturedesk.com
Bildrechte: picture alliance/Robert Jaeger/APA/picturedesk.com

Im Landkreis Forchheim nimmt der Bärlauch-Tourismus überhand. Die gesammelten Mengen seien nicht mehr naturverträglich, heißt es aus dem Landratsamt. Die Behörde will illegale gewerbliche Sammler aus dem Verkehr ziehen.

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