BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Flussperlmuschel-Kongress in Hof mit Experten aus ganz Europa | BR24

© BR24

In Hof treffen sich 70 Experten zu einem Muschel-Kongress. Sie beraten über Rettungsmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohte Tierart.

Per Mail sharen

    Flussperlmuschel-Kongress in Hof mit Experten aus ganz Europa

    In Hof treffen sich 70 Experten zu einem internationaler Muschel-Kongress. Auf Einladung des Bund Naturschutz (BN) beraten sie über Rettungsmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohte Tierart.

    Per Mail sharen

    In Hof hat am Dienstag (19.11.19.) ein internationaler Muschel-Kongress begonnen. Auf Einladung des Bund Naturschutz (BN) treffen sich in der Dienststelle des Landesamts für Umwelt 70 Experten unter anderem aus Luxemburg, Polen, Litauen  und Deutschland, um über Rettungsmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel zu beraten.

    Halbnatürliche Aufzucht soll die Bestände retten

    Am Donnerstag (21.11.19) besuchen die Experten die Huschermühle in Regnitzlosau. Dort befindet sich eine Aufzuchtstation für die stark gefährdete Tierart. Um die überalterten Restpopulationen zu stützen, bedürfe es der halbnatürlichen Aufzucht, heißt es. Bei einer halbnatürlichen Aufzucht werden Jungmuscheln unter naturnahen Bedingungen aufgezogen. Dies müsse solange erfolgen, bis wieder eine natürliche Reproduktion stattfinde.  

    Verschmutzung des Wassers setzen den Muscheln zu

    In der Region Hof sind die letzten größeren Restbestände der Flussperlmuschel in Bayern anzutreffen. Laut Bund Naturschutz gibt es hier 35.000 Exemplare. In den 1950-er Jahren sollen es noch mehrere Millionen gewesen sein. Die zunehmende Verschmutzung des Wassers hat der Flussperlmuschel stark zugesetzt. Auch ließ die anhaltende Hitze in den Sommermonaten Bäche austrocknen. Deshalb hat der BN wiederholt die vom Austrocknen bedrohten Muscheln in andere Bäche umgesetzt.

    Huschermühle: Größte Aufzuchtstation ihrer Art

    Die Aufzuchtstation in der Huschermühle bei Regnitzlosau ist die größte Station ihrer Art in Deutschland. Aufgebaut wurde sie von der  Kreisgruppe Hof des Bund Naturschutz. 1,7 Millionen Euro wurden investiert. 85 Prozent der Kosten übernahm die Europäische Union (EU).