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Der 51 Jahre alte Hubert Spieser und seine Eltern kamen den Flugzeug-Insassen auf dem Öschlesee mit Tretbooten zu Hilfe.

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Flugzeug im Öschlesee gesunken – Erstretter kamen mit Tretbooten

Ein Kleinflugzeug ist am Sonntag nach einer Notlandung im Öschlesee unweit von Kempten gesunken. Retter waren mit Tretbooten schnell zu Stelle. Derzeit läuft die Bergung der Maschine.

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Von
  • Christoph Scheule
  • Kilian Geiser

Eine weiße Boje auf dem Öschlesee markiert die Stelle, an der das Kleinflugzeug am Sonntag gesunken ist. Es soll es mit großen Druckluftkissen gehoben werden. Mitglieder der Tauchgruppe der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus München bereiten derzeit den Einsatz vor. Eine große Herausforderung wird es, das Flugzeug an Land zu bekommen, denn die Zufahrt zu den Ufern ist für schwere Fahrzeuge schwierig.

Retter beobachtete Notlandung vom Ufer aus

Nicht weit entfernt von der Absturzstelle liegt die Pension Seebad. Hubert Speiser saß dort am Sonntag mit seiner Frau im Garten, als das Flugzeug auf sie zukam und im Wasser aufsetzte.

Verunglückte Flugzeug-Insassen mit Tretbooten gerettet

Speisers Eltern waren mit einem Tretboot auf dem Öschlesee unterwegs, fuhren zum sinkenden Flugzeug und holten zwei der vier verletzten Insassen in ihr Boot. Mit einem weiteren Tretboot rettete Speiser die beiden übrigen Flugzeug-Insassen. "Wir haben die Leute an Bord geholt und so 15 Sekunden später ist die Maschine untergegangen", sagte Speiser dem BR am Tag nach dem Unglück. Speiser ist ehrenamtlicher Kreisbrand-Inspektor der Feuerwehr. Für die Rettungsaktion konnte er unter anderem auf sein Funkgerät zurückgreifen und Meldungen absetzen.

Landung auf dem Öschlesee verhindert Schlimmeres

In Anbetracht der geringen Flughöhe sei es für den Piloten schwierig gewesen, eine geeignete Landefläche zu finden, sagt Speiser im Rückblick. Um den See herum seien am Muttertag viele Menschen gewesen. In seiner Notlage habe der Pilot wohl das geringste Übel gewählt.

Probleme nach Start in Durach

Nach Polizeiangaben war die Cessna in Durach gestartet. Der Flugplatz liegt nur etwa einen Kilometer vom Öschlesee entfernt. Schon kurz nach dem Start soll der Pilot Probleme an seiner Maschine festgestellt haben.

© Regionalnachrichten aus Schwaben
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Nach dem ein Kleinflugzeug am Sonntag im Öschlesee gesunken ist, bereiten Taucher der Polizei am Montag die Bergung vor. Eine weiße Boje markiert die Stelle, an der das Flugzeug unterging.

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