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Flugtaxi von Airbus hebt ab | BR24

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Der "City Airbus", das Flug-Taxi von Airbus Helicopters, ist erstmals vor den Augen der Öffentlichkeit abgehoben.

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Flugtaxi von Airbus hebt ab

Flugtaxis sollen die Lösung für Stauprobleme in Großstädten sein – doch die Entwicklung der Fluggeräte dauert noch. Der "City Airbus" von Airbus Helicopters ist nun erstmals öffentlich geflogen. Mit Lufttaxi-Plänen ist Airbus allerdings nicht allein.

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Eine Kabine wie ein kleiner Hubschrauber und vier auffällige Ringe darüber, in denen die Rotoren liegen – wie das Flugtaxi von Airbus, der "City Airbus" aussieht, wusste man schon länger. Nun ist das Flugtaxi zum ersten Mal öffentlich einige Meter in die Luft gestiegen. Unter den Zuschauern am Flugfeld von Airbus Helicopters in Donauwörth war auch Ministerpräsident Markus Söder.

Aus mehr als 100 Metern Entfernung verfolgten Söder und die Presse den Start des Flugtaxis. Für einige Minuten schwebte das Fluggerät mit seinen acht Propellern in zwei bis drei Metern Höhe über dem Boden, bevor es wieder aufsetzte.

Flugtaxi soll später autonom fliegen

Ein Team von 30 Ingenieuren arbeitet in Donauwörth an der Entwicklung des "City Airbus". Dieser soll später einmal senkrecht starten und landen wie ein Hubschrauber. Und das Fluggerät soll autonom fliegen – also ohne zusätzlichen Piloten von A nach B kommen.

Aussehen des Flugtaxis ist noch offen

Abgehoben war das Flugtaxi, das vom Aufbau her einer Drohne ähnelt, schon vorher. Von der Öffentlichkeit durfte es dabei aber bisher nicht beobachtet werden. Und die Entwicklung des elektrisch betriebenen "City Airbus" dauert auch noch an. Ob er später einmal tatsächlich so aussehen wird wie das Fluggerät heute, ist zum Beispiel noch nicht klar. Airbus betont, dass es sich noch um einen sogenannten Demonstrator handelt – also noch nicht um einen Prototyp.

Erste Testflüge in Manching geplant

Umfangreich getestet werden soll das Flugtaxi aber bereits ab Ende August. Dann wird der "City Airbus" auf den Flugplatz nach Manching verlegt. Denn der Platz am Airbus-Standort in Donauwörth reicht für weitere Testflüge nicht aus. Außerdem hat Airbus in Manching einen weiteren Standort, an dem die Entwicklung vorangetrieben werden kann.

Für Regelbetrieb fehlen gesetzliche Vorgaben

Erstmals Passagiere im Regelbetrieb befördern wird das Flugtaxi aber frühestens in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts, sagte ein Airbus-Sprecher dem BR. Grund dafür seien vor allem die gesetzlichen Grundlagen: In Europa gibt es bislang noch keine Regeln für elektrisch betriebene Fluggeräte und den städtischen Lufttransport.

Nicht mit herkömmlichem Taxi vergleichbar

Die Vorstellung vom freien Flug zur Wunschadresse wird sich dann aber nicht bewahrheiten. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Taxi wird der "City Airbus" keine einzelnen Adressen anfliegen können, sondern nur auf festgelegten Plätzen starten und landen. Es wird am Ende also eher ein Linienbetrieb werden, bei dem Passagiere beispielsweise vom Zentrum einer Stadt zum Flughafen kommen.

Weitere Unternehmen arbeiten an Flugtaxis

Neben Airbus arbeiten auch noch andere Unternehmen in Deutschland und Europa an der Entwicklung von elektrischen Flugtaxis. In Bayern entwickelt etwa noch das Münchner Startup-Unternehmen Lilium ein Flugtaxi, das bis 2025 einen regulären Passagierbetrieb aufnehmen soll. Bislang startet der Fünfsitzer noch unbemannt und ferngesteuert, schafft aber Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. In Baden-Württemberg will das Unternehmen Volocopter – unterstützt vom Autobauer Daimler – ebenfalls einen Ultraleicht-Hubschrauber als Flugtaxi auf den Markt bringen.

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