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Flugsicherung und Bundeswehr zeigen neue Drohnen-Abwehr | BR24

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Drohne

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Flugsicherung und Bundeswehr zeigen neue Drohnen-Abwehr

Was tun gegen gefährliche Drohnen? Auf dem Flughafen Manching bei Ingolstadt haben Bundeswehr und Flugsicherung demonstriert, wie die Fluggeräte entdeckt und unschädlich gemacht werden können.

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Die meisten von ihnen sind gebaut als harmloses Spielzeug oder nützliches Werkzeug. Drohnen können Fotos schießen, zaubern Lichtkunstwerke in den Himmel, helfen mit, den Borkenkäfer zu bekämpfen oder Rehkitze zu retten. Andere allerdings sind von ihren Herstellern als Killerroboter programmiert - oder verwandeln sich in den falschen Händen in Nervensägen mit dem Potential, erhebliche Schäden zu verursachen.

Wegen Drohnen: 1.000 Flugausfälle in London-Gatwick

In London-Gatwick waren vor Weihnachten 1.000 Flüge mit 140.000 Passagieren ausgefallen, weil dort wiederholt Drohnen gesichtet wurden. Der Flugverkehr kam in der Folge fast drei Tage zum Erliegen. Auch in Bayern häufen sich Meldungen über die Sichtung von Drohnen in der Nähe von Flughäfen - 2018 lag ihre Zahl etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Drohnenabwehr: Entdecken, melden, falls nötig stoppen

Die Deutsche Flugsicherung und der Rüstungskonzern Rheinmetall haben jetzt neue Verfahren entwickelt, um gefährliche Drohnen zu entdecken und Position sowie Flugweg zur Warnung des Flugverkehrs in das allgemeine Luftlagebild einzuspeisen. Mit Störsendern und Jagddronen mit Fangnetz soll es möglich sein, selbst einen Drohnen-Schwarm notfalls zu stoppen. Ein dreiwöchiger Praxistest auf dem Flugplatz Manching sei sehr erfolgreich verlaufen.

Drohnen bislang "nicht auf dem Radar"

Es geht dabei nicht nur um die Abwehr möglicher gezielter Attacken. Auch gedankenlose Hobbyflieger könnten mit den Flugobjekten enorme Schäden anrichten. Mit herkömmlichem Radar sind kleine, bis zu 100 Stundenkilometer schnelle Drohnen nur schwer zu entdecken. Es gab bereits Zusammenstöße mit einem Hubschrauber und einem Kleinflugzeug - bisher stets mit glimpflichem Ausgang.