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Virtueller Tower bei der Fluglotsenausbildung Kaufbeuren
© BR/Rupert Waldmüller

Autoren

Beate Mangold
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Virtueller Tower bei der Fluglotsenausbildung Kaufbeuren

Niemand hatte 2011 damit gerechnet, dass im Rahmen der Bundeswehrreform die renommierte Luftwaffenschule in Kaufbeuren – der größte Arbeitgeber in der Allgäuer Stadt – ganz oben auf der Streichliste stehen würde. Doch dank der Deutschen Flugsicherung kann der Standort erhalten bleiben.

Deutsche Flugsicherung arbeitet im Auftrag der Bundeswehr

Im Auftrag der Bundeswehr bildet das Privatunternehmen in Kaufbeuren Fluglotsen aus. Herzstück der Ausbildung ist der virtuelle Tower. Vom Aufbau sieht dieser aus wie ein realer Tower am Flughafen, nur dass Hochleistungsbeamer einen Flughafen auf riesige Leinwände projizieren. Die Schüler können hier gefahrlos den Einsatz auf einem Flughafen lernen.

Millionen in Hardware investiert

Sämtliche deutsche Militärflughäfen, aber auch zivile Airports wie Frankfurt oder München, können in den Tower eingespielt werden. Eine komplette Radarstation und Piloten, die ihre Maschinen durch den virtuellen Luftraum steuern, gehören auch dazu. Mit Millionenaufwand hat die Kaufbeuren ATM Training, eine Tochter der Deutschen Flugsicherung, die Hardware runderneuert.

Kaufbeuren soll Kompetenzzentrum werden

In den kommenden 20 Jahren will die Deutsche Flugsicherung 40 Millionen Euro in Kaufbeuren investieren. Neben dem Fliegerhorst soll ein neuer Ausbildungscampus mit Simulatoren, Schulungsgebäuden und Unterkünften gebaut werden. So soll in Kaufbeuren ein Kompetenzzentrum für militärische Flugsicherung entstehen, in dem auch andere Militärs ihre Lotsen ausbilden lassen können. Kaufbeuren behält so eine hochtechnisierte Ausbildung – und bleibt Luftfahrtstandort.

Autoren

Beate Mangold

Sendung

Mittags in Schwaben vom 26.01.2017 - 01:00 Uhr