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© BR / Christina Haberlander

Salzburger Flughafen

Die Arbeiten an der alten, fast drei Kilometer langen Start- und Landebahn am Salzburger Flughafen schreiten voran. Die Betondecke wird jetzt zertrümmert. Dann kommt eine neue, vierlagige Asphaltdecke darauf. Die Kosten: 32 Millionen Euro. Gut investiertes Geld, sagt der stellvertretende Flughafenchef Rudolf Lipold: "Unsere Piste ist 60 Jahre alt. (...) Wir gehen davon aus, dass wir mit der neuen Piste 25 Jahre lang Ruhe haben."

Kein Fluglärm: Vorübergehende Ruhe in Freilassing

Ruhe haben jetzt ein paar Kilometer nördlich in der Grenzstadt Freilassing die Anwohner, über deren Häuser in Spitzenzeiten schon mal 150 Flugzeuge in geringer Höhe hinwegdonnern. Robert Judl sitzt tiefenentspannt in seinem Arbeitszimmer in der Schlenkenstraße und freut sich über die Stille: "Die Ruhe genießen wir schon sehr. Es geht um die Erholungsphasen, die wir nicht haben, wenn der Lärm da ist."

Sanierung des Salzburger Flughafens bringt Oberbayern keine Entlastung

Auch Bettina Östreich vom Lärmschutzverband Rupertiwinkl weiß in diesen Wochen nicht, wie ihr bei all der Ruhe geschieht. Ihr geht es nicht darum, den Salzburger Flughafen weg haben zu wollen, das betont sie immer wieder. Was sie nach wie vor ärgert, ist, dass auch nach der millionenteuren Sanierung die meisten Flugzeuge weiterhin über den Norden – also Oberbayern – starten und landen werden. Dabei hätte es doch gerade jetzt die Möglichkeit gegeben, das nachbarschaftliche Verhältnis nachhaltig zu verbessern, sagt Bettina Östreich.

Die Freilassinger jedenfalls haben noch wenige Wochen Ruhe vom Flugzeuglärm. Ab 29. Mai ist es dann damit wieder vorbei.