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Flughafen München: Ausbau des Terminal 2 vereinbart | BR24

© BR/Bettina Meier

Terminal 2 soll ausgebaut werden

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Flughafen München: Ausbau des Terminal 2 vereinbart

Die Lufthansa verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Flughafen München. Eine erste Vereinbarung zum Ausbau des Terminals 2 wurde unterzeichnet. Damit sollen am zweitgrößten Airport Deutschlands zukünftig mehr Passagiere abgefertigt werden können.

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Der Flughafen München und die Lufthansa wollen das erst 2016 in Betrieb genommene Satellitengebäude am Terminal 2 erweitern. Dadurch soll die Passagierkapazität des bereits heute nahezu ausgelasteten Terminal-2-Systems um bis zu zehn Millionen Fluggäste pro Jahr ausgebaut werden, teilte ein Flughafensprecher dem BR mit.

Mehr Kapazität für das Drehkreuz München

Im vergangenen Jahr waren 46 Millionen Fluggäste über das Drehkreuz München gereist. Lufthansa und der Münchner Flughafen hatten bereits das 2003 eröffnete Terminal 2 zusammen gebaut und betreiben es seither gemeinsam mit jährlichen steigenden Passagierzahlen. 2019 dürfte das zehnte Rekordjahr in Folge werden, so erste Prognosen.

Absichtserklärung in trockenen Tüchern

Die Flughafen München GmbH und die Deutsche Lufthansa AG wollen ihre Zusammenarbeit nun intensivieren und das Luftverkehrsdrehkreuz München ausbauen. Beide Unternehmen haben heute eine Absichtserklärung unterzeichnet, die vorsieht, das mit dem Terminal 2 verbundene Satellitengebäude durch einen rechtwinklig nach Osten anschließenden Baukörper, den sogenannten "T-Stiel" zu erweitern. Im Termininal-2-System soll dabei, wie auch im übrigen Flughafenbereich, bis 2030 eine CO2-Neutralität angestrebt werden, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme.

© Flughafen München / Ingo Anspach

Geplante Erweiterung des Terminal 2-Systems am Flughafen München

© Flughafen München / Ingo Anspach

Flughafenchef Michael Kerkloh und Wilken Bormann, CEO Lufthansa Hub München, unterzeichneten heute den "Letter of Intent" (v.l.n.r.)

Neue Passagiermaschinen geplant

Die Lufthansa kündigte darüber hinaus weitere Investitionen in neue Flugzeuge wie den Airbus A350-900 an. Diese Passagiermaschine verbrauche 25 Prozent weniger Kerosin und mache halb so viel Lärm wie die Vorgängermodelle. Der Münchner Lufthansa-Chef Wilken Bormann forderte bei der Unterzeichnung, es sei mehr denn je eine direkte Anbindung des Flughafens an den Schienenfernverkehr notwendig.

"Nur so ist künftig ein sinnvolles Zusammenspiel der Verkehrsträger möglich und wir können Ultrakurzstrecken mit dem Flugzeug reduzieren." Wilken Bormann, CEO Lufthansa Hub München

Beständige Partnerschaft

Die Partnerschaft des Münchner Flughafens und der Deutschen Lufthansa begann bereits in den neunziger Jahren. Mit dem gemeinsamen Bau und Betrieb des 2003 eröffneten Terminal 2 haben beide Unternehmen, nach eigener Aussage, ein in Europa einmaliges Kooperationsmodell auf den Weg gebracht. Das im April 2016 in Betrieb genommene Satellitengebäude markierte die erste Ausbaustufe für eine weitere Zusammenarbeit. Inhaltliche Details zur künftigen Kooperation werden voraussichtlich 2021 bekannt gegeben. Flughafenchef Michael Kerkloh gab sich heute zuversichtlich und erklärte:

"Wir schaffen damit ein starkes Fundament für die erfolgreiche Fortsetzung und den Ausbau unserer Zusammenarbeit, von der nicht nur beide Unternehmen, sondern auch der Wirtschaftsstandort Bayern in erheblichen Maße profitieren wird." Michael Kerkloh, Flughafen München