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Flughafen Manching: PFC-Gefährdungsbericht wenig aufschlussreich | BR24

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Eine der Tabellen im PFC-Gefährdungsbericht

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    Flughafen Manching: PFC-Gefährdungsbericht wenig aufschlussreich

    Das Landratsamt Pfaffenhofen hat den PFC-Gefährdungsbericht der Bundeswehr für den Militärflugplatz Manching online gestellt. Bürger und Interessenverbände hatten die Veröffentlichung gefordert. Allerdings dürften sie vom Bericht enttäuscht sein.

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    Der Bericht umfasst 1.000 Seiten und steht auf der Homepage des Landratsamtes. Ende August war er beim Landratsamt eingegangen, das ihn ausschließlich an die Fachämter weiterleitete. Bürger und Interessenverbände hatten darauf gepocht, den Bericht zu veröffentlichen.

    Sie erhoffen sich von dem Gefährdungsbericht Aufschluss darüber, wie sehr der PFC-haltige Löschschaum, den die Bundeswehr bis 2011 auf dem Flugplatz verwendet hat, die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in der Umgebung beeinflusst.

    Gefährdungsbericht konzentriert sich auf Flughafengelände

    Der Bericht ist schwer zu lesen. Er beinhaltet zahlreiche Analysen und Zahlenreihen. Nach einer ersten Einschätzung beschäftigt er sich vor allem mit der PFC-Verseuchung auf dem Flugplatzgelände selbst. Nur am Rande geht es um das Gelände außerhalb des Militärflugplatzes. Detaillierte Antworten zu den zentralen Fragen der betroffenen Manchinger Bürger finden sich hier nicht.

    Antworten auf wichtige Fragen fehlen

    Es fehlen Antworten auf die häufig gestellten Fragen: Wie PFC-belastet ist das Grund- und Oberflächenwasser auf den einzelnen Äckern und auf den betroffenen Grundstücken? Darf man Obst und Gemüse aus PFC-belasteten Gärten essen – und wenn ja: wie viel? Was konkret passiert jetzt mit PFC-kontaminierten Bauplätzen und kontaminiertem Bauschutt? Wer zahlt für die Sanierung?

    BI-Vorsitzender: Landrat soll Druck auf Bundeswehr ausüben

    Auf all diese Fragen will der Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen die PFC-Verschmutzung, Michael Weichenrieder, jedoch klare und verbindliche Antworten. Um diese zu erhalten, müsse der Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf politischen Druck auf die Bundeswehr ausüben, fordert Weichenrieder. Der Landrat solle am 18. September in den besonders betroffenen Gemeindeteil Westenhausen kommen und zu dem Thema Rede und Antwort stehen.