Mehrere Passagierschiffe auf der Donau
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Passagierschiffe auf der Donau (Symbolbild)

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Flüchtlingsunterbringung: Anmietung eines Hotelschiffs geplant

In ganz Bayern ist die Situation bei der Unterbringung von Geflüchteten derzeit sehr angespannt. Weil Wohnraum immer knapper wird, planen Behörden in der Oberpfalz Geflüchtete auf einem Hotelschiff unterzubringen. Hier hätten über 100 Menschen Platz.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Wegen des zunehmend knapper werdenden Wohnraums für Geflüchtete planen die Behörden in der Oberpfalz die Anmietung eines Hotelschiffs zur Unterbringung. Das erfuhr das BR-Studio Oberpfalz aus Behördenkreisen.

Die Suche nach Wohnraum

Um eine erneute Belegung von Schulturnhallen zu vermeiden und so den Schul- und Vereinssport aufrecht erhalten zu können, prüft der Landkreis Regensburg auch unkonventionelle Möglichkeiten, geflüchtete Menschen unterzubringen, schreibt das Landratsamt Regensburg auf BR-Anfrage. Denn die Zahl der Asylsuchenden sei in den vergangenen Wochen und Monaten auch im Landkreis Regensburg deutlich angestiegen und das Angebot an verfügbaren und geeigneten Gewerbehallen oder anderen Gebäuden für Notunterkünfte sei begrenzt.

Platz für knapp 200 Geflüchtete

Ab Anfang Februar wird der Landkreis Regensburg daher - in enger Absprache mit der Regierung der Oberpfalz - für zunächst sechs Monate ein Hotelschiff anmieten. Dieses wird als Notunterkunft für bis zu 200 Asylbewerber dienen. Anlegen wird das Schiff in Bach an der Donau. Die Asylsuchenden kämen voraussichtlich aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan und nordafrikanischen Staaten.

Im Sommer sind auf der Donau zahlreiche Hotelschiffe zwischen Nürnberg und Budapest unterwegs – derzeit liegen sie in Winterhäfen und könnten kurzfristig zur Verfügung stehen, heißt es.

Verschiedene Flüchtlingsunterkünfte in Bayern

In ganz Bayern ist die Situation bei der Unterbringung von Geflüchteten derzeit sehr angespannt. Auf dem Messegelände in München entsteht deshalb derzeit eine Zeltstadt für rund 2.000 Menschen. Andere Landkreise in Oberbayern bringen Geflüchtete in Turnhallen unter. Derzeit kommen die meisten Geflüchteten aus der Türkei, Afghanistan und Syrien.

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