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Flüchtlingspolitik: Würzburg setzt Zeichen der Solidarität | BR24

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Die Stadt Würzburg reagiert auf die Ereignisse rund um das Schicksal der Menschen auf der "SeaWatch 3": Sie hat sich bei der Organisation Seebrücke um die Eintragung "Sicherer Hafen" beworben und einen Brief an die italienische Regierung aufgesetzt.

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Flüchtlingspolitik: Würzburg setzt Zeichen der Solidarität

Die Stadt Würzburg reagiert auf die Ereignisse rund um das Schicksal der Menschen auf der "SeaWatch 3": Sie hat sich bei der Organisation Seebrücke um die Eintragung "Sicherer Hafen" beworben und einen Brief an die italienische Regierung aufgesetzt.

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In der heutigen Stadtratssitzung hat Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) über zwei Schritte in der Flüchtlingspolitik informiert, in Reaktion auf die dramatischen Ereignisse im Mittelmeer rund um das Schicksal der Menschen auf der "SeaWatch 3". Anfang dieser Woche habe er die Organisation "Seebrücke – Schafft Sichere Häfen" angeschrieben. Mit dem Ziel, dass die Stadt Würzburg im großen Netzwerk der Seebrücke als "Sicherer Hafen" geführt wird.

Deklaration wäre Dankeschön an Flüchtlingsunterstützer

Die Organisation Seebrücke setzt sich dafür ein, dass Menschen, die fliehen mussten, einen Ort zum Ankommen finden - einen "Sicheren Hafen". Damit eine Stadt in der Liste erscheint, müssen gewisse Anforderungen erfüllt werden, wie etwa, sich mit Flüchtlingen solidarisch zu erklären. "Für Änderungen in der Flüchtlingspolitik habe ich beispielsweise bei der Bundeskanzlerin, dem Ministerpräsidenten oder dem EU-Kommissionspräsidenten geworben", erläuterte Schuchardt die symbolträchtige Bewerbung. Die Deklaration wäre auch ein Dankeschön an die Verdienste der Würzburger, die sich seit Jahren für geflüchtete Menschen einsetzten, so Schuchardt weiter.

Brief an italienische Regierung liegt im Rathaus aus

Außerdem bittet Schuchardt um Unterstützung für ein Schreiben an die italienische Regierung. Er habe aus gegebenem Anlass einen Brief an Matteo Salvini aufgesetzt. Und er würde sich freuen, wenn diesen Appell gegen die unmenschliche Praxis auf dem Mittelmeer und die Kriminalisierung der Rettung von Menschen aus Seenot viele Würzburger mitzeichneten, heißt es. Der Brief liegt im Foyer im 1. Stock des Rathauses von heute bis nächsten Freitag aus.

Die Bürgerpetition kann von Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr unterschrieben werden – am Freitag ist eine Eintragung von 8 bis 13 Uhr möglich. An diesem Samstag kann zwischen 13 und 16 Uhr vor der Behr-Halle unterschrieben werden.