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Moria: CSU-Fraktionschef für europäische Lösung | BR24

© pa / dpa

Thomas Kreuzer

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    Moria: CSU-Fraktionschef für europäische Lösung

    In der Debatte um die Aufnahme weiterer Geflüchteter aus Moria plädiert CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer für eine europäische Lösung. Forderungen, Deutschland solle alle Flüchtlinge von Lesbos aufnehmen, sieht Kreuzer skeptisch.

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    CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer hat in der Flüchtlingspolitik bisher immer einen strikten Kurs vertreten. In der Debatte, wie viele Flüchtlinge Deutschland aufnehmen soll, warnte er zum Auftakt der Klausur des Vorstandes der CSU-Landtagsfraktion in München davor, ein "Signal zu setzen, das falsch verstanden werden kann". Außerdem löse eine einmalige Aufnahme nicht das europäische Flüchtlingsproblem.

    Die SPD, der Koalitionspartner der Union auf Bundesebene, fordert, deutlich mehr Migranten und Geflüchtete aus Lesbos aufzunehmen als bisher geplant. Eine Zahl, wie viele Menschen Deutschland nach seinem Willen konkret aufnehmen soll, nannte Kreuzer nicht. Den obdachlosen Migranten auf Lesbos müsse unter "humanitären Gesichtspunkten" geholfen werden, so Kreuzer.

    EU soll Aufnahmeeinrichtungen betreiben

    Er könnte sich vorstellen, dass die EU Flüchtlingseinrichtungen auf den griechischen Inseln betreibt, so Kreuzer. Das sei keine Aufgabe für Griechenland alleine. Damit unterstützt Kreuzer die Idee der EU-Kommission, die der griechischen Regierung für Lesbos ein entsprechendes EU-Flüchtlingslager vorschlagen will.

    Der CSU-Fraktionsvorstand tagt bis Dienstagmittag, geplant sind Gespräche zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Anschließend trifft sich die gesamte Fraktion im Bayerischen Landtag zur Herbstklausur.

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