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Geflüchtete aus der Ukraine gehen mit ihren Koffern nach dem Grenzübertritt von Schehyni in der Ukraine nach Medyka in Polen.

Geflüchtete aus der Ukraine gehen mit ihren Koffern nach dem Grenzübertritt von Schehyni in der Ukraine nach Medyka in Polen.

Bildrechte: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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    Hilfe für die Ukraine: Mittelfränkische Aktionen im Überblick

    Immer mehr Menschen aus der Ukraine fliehen vor den russischen Angriffen auf ihr Land. In Bayern werden bereits Vorkehrungen getroffen, um Geflüchtete versorgen zu können. Auch fränkische Städte und Kommunen machen mit und erarbeiten Pläne.

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    Bayern bereitet sich intensiv auf die Versorgung von ukrainischen Geflüchteten vor. Landkreise und Kommunen sind dabei, auszuloten, wo konkret wie viele Hilfsbedürftige untergebracht werden können. Die Koordination verschiedenster Hilfeleistungen für Geflüchtete aus der Ukraine stellt die mittelfränkischen Städte und Gemeinden vor logistische Herausforderungen.

    Unterstützung für Nürnbergs Partnerstädte Charkiw und Krakau

    Neben der ukrainischen Stadt Charkiw hat auch eine weitere Partnerstadt Nürnbergs mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen: In der polnischen Stadt Krakau kommen jeden Tag Tausende Flüchtlinge aus der Ukraine an, berichtet Silvie Preußer, vom Amt für Internationale Beziehungen. Die Menschen kämen hauptsächlich aus der Westukraine, wie etwa der Stadt Lwiw, dem früheren Lemberg. Krakau ist etwa 300 Kilometer von der polnisch-ukrainischen Grenze entfernt. Der Oberbürgermeister der Stadt hat einen Brandbrief an Nürnbergs Stadtoberhaupt Marcus König (CSU) mit einer Bedarfsliste geschickt. Es ging dabei um Medikamente, OP-Besteck und Geräte, die für Operationen notwendig sind, erklärt Silvie Preußer. Die Stadt habe mithilfe des Klinikums Nürnberg dann einen Transport von medizinischem Material organisiert.

    Für die ukrainische Partnerstadt Charkiw hat das Amt für Internationale Beziehungen gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein ein Spendenkonto eingerichtet. Es wurde bereits Geld an das Nürnberger Haus in Charkiw überwiesen, damit die Mitarbeiter dort Essen an Bedürftige austeilen können. Silvie Preußer betont, dass derzeit Geldspenden der Bürgerinnen und Bürger hilfreicher wären als Sachspenden. Das Geld könnte gezielt beispielsweise für medizinische Güter eingesetzt werden. Sachspenden könnten dagegen schwer nach Charkiw geschickt werden. "Es gibt keine Korridore", sagt Preußer. "Wir würden gerne helfen, haben auch die Mittel dazu, aber vorläufig ist es fast nicht möglich, Dinge direkt in die Partnerstadt Charkiw zu schicken". Informationen über das Spendenkonto gibt es auf der Internetseite der Stadt Nürnberg. Dort finden Bürgerinnen und Bürger auch Kontaktadressen, wenn man etwa ein Wohnungsangebot hat oder als Dolmetscher aushelfen will.

    Konkrete Planungen in Nürnberg im Gange

    Nürnberg, wo bereits mehr als 4.000 Ukrainer leben, hat bereits erste konkrete Maßnahmen getroffen. Das Amt für Migration habe für ukrainische Bürger bereits einen Hinweis auf der städtischen Internetseite mit wichtigen Links eingerichtet, schilderte ein Stadtsprecher.

    Die "Koordinierungsgruppe Flüchtlinge" kümmert sich laut Stadt ab sofort um die Versorgung Geflüchteter aus der Ukraine. Die zentrale Anlaufstelle werde im Heilig-Geist-Haus am Hans-Sachs-Platz eingerichtet. Geflüchtete aus der Ukraine können ab sofort Busse und Bahnen der der Verkehrsaktiengesellschaft (VAG) kostenlos nutzen. Ab Mittwoch werde außerdem eine Service-Hotline für Flüchtlinge unter der Rufnummer 09 11 / 2 31-33 36 6 geschaltet. Sie ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr erreichbar.

    Unterkunftsmöglichkeiten gebe es aktuell in Gemeinschaftsunterkünften, aber auch in Hotels. Nürnberg rechnet damit, dass manche Geflüchtete aus der Ukraine auch bei Verwandten und Freunden unterkommen.

    Stadt Erlangen hat 150 Plätze für Geflüchtete

    Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) sagte dem BR am Samstag, dass die Stadt bereits seit mehreren Tagen mit den Planungen für die Aufnahme ukrainischer Geflüchtete beschäftigt sei. Derzeit gebe es 150 verfügbare Plätze. Auch Menschen aus der Zivilbevölkerung hätten angeboten, Geflüchtete aufzunehmen.

    Mittelfranken: Platz in Erstaufnahmeeinrichtungen

    Die Unterbringung der Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen wird von der Regierung von Mittelfranken in Ansbach koordiniert. Es wären rund ein Drittel der Plätze verfügbar, heißt es. Noch gebe es aber keine Übersicht, wie viele Menschen aus der Ukraine tatsächlich untergebracht werden müssen. Verschiedene Unternehmen und Firmen aus Mittelfranken planen derzeit ebenfalls unterstützende Maßnahmen. Die Hochschule Ansbach hat ihre Beschäftigten aufgerufen, freien Wohnraum zu melden. Über die privaten Angebote könnten Wissenschaftlerinnen aus der Ukraine vorübergehend untergebracht werden. Ihre männlichen Kollegen dürfen das Land derzeit nicht verlassen.

    Koordinierungsstab im Fürther Landratsamt

    "Auch im Landkreis Fürth machen sich viele Menschen Gedanken darüber, was nun auf sie zukommt und wie man der Bevölkerung in der Ukraine aber auch den Geflüchteten am besten helfen kann", sagt der Fürther Landrat Matthias Dießl (CSU) in einer Mitteilung. Deshalb wurde auch im Landratsamt ein Koordinierungsstab dazu gebildet, heißt es.

    Allerdings wisse das Landratsamt noch nicht genau, wie es in die Flüchtlingsthematik eingebunden sei. Derzeit richte man sich auf die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen ein. Aktuell stehe der Aufbau von Fähigkeiten im Vordergrund, heißt es. Dazu sei man vor allem auf der Suche nach Personen, die ukrainisch oder russisch sprechen und die bereit wären, Geflüchtete als Sprachhelfer zu unterstützen. Seelsorger oder Helfer bei der Kinderbetreuung seien willkommen.

    Intensive Vorbereitungen im Landkreis Erlangen-Höchstadt

    Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks teilt das Landratsamt Erlangen-Höchstadt mit, dass derzeit "intensive Vorbereitungen zur Koordinierung der möglichen Aufnahme Geflüchteter" liefen. Landrat Alexander Tritthart (CSU) steht demnach mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Landkreis-Gemeinden im Austausch. Auch mit dem polnischen Partnerlandkreis von Erlangen-Höchstadt, Tarnowskie-Góry, in dem bereits ukrainische Geflüchtete angekommen seien, stehe man in Kontakt. Erlangen-Höchstadt bereite sich auch auf die Aufnahme von Geflüchteten vor.

    Der Freundeskreis Erlangen-Höchstadt/ Tarnowskie Góry ruft dazu auf, den polnischen Partnerlandkreis bei der Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine zu unterstützen. "Vor allem Frauen mit kleinen Kindern, sowie alte und kranke Menschen" sind laut Landrätin Krystyna Kosmala im Partnerlandkreis angekommen. Der Partnerlandkreis bittet um "finanzielle Unterstützung, Spenden und Hilfe" . Hierzu hat der Landkreis Tarnowskie Góry ein Spendenkonto eingerichtet:

    SWIFT WBKPPLPP - SANTANDER BANK POLSKA S.A.

    IBAN: PL46109018250000000149842050 (EUR)

    Kontoinhaber: Powiat Tarnogórski

    Auch Sachspenden sind erwünscht. Benötigt werden u.a. Schlafsäcke, Hygieneprodukte, haltbare Lebensmittel und Erste-Hilfesets.

    Sachspenden für Tarnowskie Góry gewünscht

    Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wird der Freundeskreis für die polnische Partnerkommune Tarnowskie Góry aktiv: Der Verein ruft dazu auf, den polnischen Partnerlandkreis bei der Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine zu unterstützen. Die Kommune mit der Stadt Tarnowitz ist etwa 10 Kilometer nordwestlich von Krakau. Vor allem Frauen mit kleinen Kindern, sowie alte und kranke Menschen würden dort ankommen. Für Spenden hat die polnische Partnerkommune ein Spendenkonto eingerichtet. Allerdings sind auch Sachspenden erwünscht, wie zum Beispiel Schlafsäcke, Hygieneprodukte, haltbare Lebensmittel und Erste-Hilfesets. Weitere Infos und Kontakte hat der Verein auf seiner Internetseite veröffentlicht. Den Transport der Spenden in den Partnerlandkreis organisiert der Freundeskreis.

    So können Sie helfen

    Spendenkonto ARD/Nothilfe Ukraine

    Bildrechte: tagesschau.de

    Ansbach

    In Ansbach sammeln derzeit Helfer einer privaten Initiative speziell gepackte Beutel für Babys, Kinder und deren Mütter, die wegen des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland auf der Flucht sind. Am Montag (07.03.22, 8.00 Uhr – 12.00 Uhr) werden diese Beutel im Vereinsheim der Spielvereinigung Ansbach sortiert und dann auf den Weg gebracht, sagte die Initiatorin Denise Kapp im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Diese sogenannten Bags (englisch für Beutel) werden dann per Transporter an die ukrainische Grenze gefahren oder auch an bereits in Deutschland angekommene Flüchtlinge verteilt.

    Das Besondere an dieser Aktion ist, dass der Inhalt der Bags auf den Bedarf der Säuglinge und Mütter abgestimmt ist, so Kapp. Wer einen Beutel spenden will, muss sich an eine Packliste halten. Eine Baby-Bag enthält zum Beispiel Wechselkleidung in Säuglingsgröße, Hygieneartikel für die Mütter oder Windeln in verschiedenen Größen. Auch für ältere Kinder sind spezielle Tüten vorgesehen. Wer keinen ganzen Beutel spenden kann oder will, kann auch Einzelspenden abgeben. "Wir arbeiten sehr koordiniert", erzählt sie. Sie stehe auch mit Medizinern in der Ukraine in Kontakt, um den tatsächlichen Bedarf abzufragen.

    Derzeit gebe es einen Bedarf von etwa 2.500 Bags, die in ganz Deutschland an mehreren Stellen gesammelt werden. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist sehr groß, sagt sie. "Alleine 500 bis 1.000 werden wir von Ansbach auf den Weg bringen", so Kapp. Auch Kindergärten aus der Region beteiligen sich an der Aktion. Für Sonntag, 13. März, ist eine weitere Packaktion geplant.

    Die Stadt Ansbach hat eine Koordinationsgruppe für Flüchtlinge aus der Ukraine eingerichtet. Weil aktuell unklar sei, ob zentrale Unterkünfte ausreichen, werden Wohnungsangebote gesammelt, erklärt die Stadt. Wer Wohnraum zu Verfügung stellen möchte, kann sich einfach per Mail unter ukrainehilfe@ansbach.de oder oder aber telefonisch unter 0981/51-556 melden (werktags 08.00 - 12.00 Uhr, Mo - Do 14.00 - 16.00 Uhr). Auch ukrainische Dolmetscher werden gesucht.

    Fürth

    Die Stadt Fürth stellt nach eigenen Angaben selbst einige Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wer privaten Wohnraum bereitstellen möchte, kann das über die Online-Wohnraumbörse tun. Außerdem sammeln verschiedene Initiativen und Gruppen Sachspenden für ukrainische Flüchtlinge: Eine Stadelner Bürgerinitiative sammelt heute, 1. März, von 17.00 bis 20.00 Uhr Sachspenden am Festplatz in der Stadelner Hauptstraße 96.

    Auch die Administratoren der Facebook-Gruppe "Wohin in Fürth" freuen sich weiterhin über Sachspenden, die in der Gaststätte Grüner Baum abgegeben werden können. Der Frankenkonvoi e.V. (Mathildenstraße 28, mail@7-wunder.de) sammelt Sachgüter für Menschen an der polnisch-ukrainischen Grenze.

    Für schnelle und unkomplizierte finanzielle Hilfe hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet:

    Stadt Fürth

    IBAN: DE93 7625 0000 0000 000018

    Betreff: VW50.8000.0000 "Hilfe Ukraine"

    Landkreis Fürth

    Der Landkreis Fürth sammelt derzeit Kfz-Verbandskästen, auch mit abgelaufenem Material. Sie können in den Dienststellen Zirndorf (Im Pinderpark 2) und Fürth (Stresemannplatz) abgegeben werden, dort stehen Sammelboxen bereit. Eine erste Hilfslieferung werde bereits am kommenden Freitag die Hilfsgüter in die Ukraine bringen, so das Landratsamt.

    Für alle weiteren Hilfsangebote hat der Landkreis Fürth eine zentrale Emailadresse ukrainehilfe@lra-fue.bayern.de eingerichtet. Jeder, der unterstützen möchte, kann hier Hilfsangebote melden, die von einem Team im Landratsamt gesichtet und sortiert werden. Umgekehrt können sich geflüchtete oder Personen, die Geflüchtete aufgenommen haben, mit Anfragen an diese Adresse wenden. Gefragt sind im Moment neben Unterkünften vor allem Sprachkenntnisse im Ukrainischen oder im Russischen, Angebote der Seelsorge sowie Kinderbetreuung.

    Nürnberg

    Unter der Mailadresse engagiert@stadt.nuernberg.de der Stabsstelle "Bürgerschaftliches Engagement" beim Referat für Jugend, Familie und Soziales können ehrenamtliche Hilfsangebote gemeldet werden. Kleider- und Spielzeugspenden (im guten Zustand) können beim Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Innenhof der Sulzbacher Straße 42 von Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 15.30 Uhr und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr abgegeben werden. Dort stehen auch Kleidercontainer zur Verfügung.

    Gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg e.V. hat die Stadt Nürnberg einen Spendenaufruf zur Unterstützung der ukrainischen Partnerstadt Charkiw gestartet. Das Spendenkonto lautet: DE12 7605 0101 0001 3500 58 bei der Sparkasse Nürnberg. Verwendungszweck: "Hilfsprojekte in Charkiw".

    Der Verein Sea Eye Nürnberg, der sich für Seenotrettung engagiert, sammelt gemeinsam mit der Organisation Seebrücke Nürnberg, die sich für sichere Fluchtwege einsetzt, für die Menschen in der Ukraine. Wie die Seebrücke mitteilt, folgen beide Organisationen einem deutschlandweiten Aufruf der Künstlerinitiative Tour d‘Amour. Dabei werden deutschlandweit Sachspenden in Clubs zusammen getragen. In Nürnberg beteiligen sich als Sammelorte das "Heizhaus" am 05.03.2022 und der "Z-Bau" am 12.03.2022 von 10.00 – 18.00 Uhr. Eine Bedarfsliste können Sie auf den Social Media Kanälen der Seebrücke Nürnberg finden.

    Landkreis Nürnberger Land

    Der Landkreis Nürnberger Land bereitet sich derzeit auf die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vor. Laut einer Mitteilung wurde im zuständigen Landratsamt ein Koordinierungsstab gebildet, der mit den Hilfsorganisationen, Rettungskräften und Wohlfahrtsverbänden in Kontakt steht, um die Ressourcen zu bündeln.

    Demnach hätten sich bereits mehrere Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die Spenden, Wohnraum oder anderweitig Hilfe für die Kriegsflüchtlinge zur Verfügung stellen möchten. "Ich bin froh und beeindruckt, mit welcher Hilfsbereitschaft und Offenheit Bürgerinnen und Bürger sofort auf das Landratsamt zugegangen sind, um ihre Hilfe anzubieten", sagte Landrat Armin Kroder (FW).

    Wer sich ehrenamtlich für die Geflüchteten engagieren möchte, könne sich bei der Freiwilligendatenbank des "WinWin Freiwilligenzentrums" registrieren. Auch Wohnraumangebote können an "WinWin" gerichtet werden. Sobald konkreter Bedarf besteht, werde sich das Landratsamt mit den Bürgern in Verbindung setzen und das Vorgehen abstimmen. Weitere Informationen und den Link zur Freiwilligendatenbank stellt das Landratsamt auf seiner Internetseite zur Verfügung.

    Roth

    Die Ukrainerin Yevhenia Frömter aus Roth sammelt Hygieneartikel für Frauen und Kinder, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Sie will einen Transporter an die polnische Grenze schicken. Die Stadt Roth hat ihr daher Lagermöglichkeiten angeboten und übergibt ihr am Mittwoch um 16.30 Uhr den Schlüssel für das Schloss-Park Center. Hilfsorganisationen haben ihre Unterstützung zugesagt. Yevhenia Frömter bittet um Sachspenden wie Damen- und Kinder-Hygieneartikel, Windeln, Handtücher, kleines Spielzeug, Malbuch und weiteres.

    Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

    Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat eine Koordinierungsgruppe gegründet, um die zahlreichen Hilfsangebote aus dem gesamten Landkreis zu bündeln. "Die Angebote reichen von ehrenamtlicher Unterstützung bis hin zu Wohnangeboten", erklärte der Landrat Manuel Westphal (CSU).

    Unter www.landkreis-wug.de/ukraine-hilfe können sich Menschen registrieren, die ehrenamtlich helfen wollen oder auch Wohnangebote für ukrainische Flüchtlinge machen könnten. Die Seite wird nach und nach mit weiteren Informationen gefüllt, wie man unterstützen kann. "Sehr wichtig wären Helfende, die ukrainisch sprechen und als Übersetzer oder Übersetzerin fungieren könnten", so Westphal.

    Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bereit sind beispielsweise Fahrdienste zu übernehmen, Familien zu betreuen oder eben Dolmetschertätigkeiten (ukrainisch/russisch) zu übernehmen, können sich auf der oben genannten Seite registrieren.

    Rückfragen können an Corina Heid oder Verena Wagner von der Freiwilligenagentur unter 09141 / 902-227 oder -235 gestellt werden. Die Freiwilligenagentur bittet auch darum, bereits vorhandene Angebote und Aktionen per E-Mail an freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de zu melden.

    Immobilienbesitzer sowie Beherbergungsbetriebe, die kurzfristig Wohnangebote zur Verfügung stellen können, können sich ebenfalls auf der Homepage des Landratsamtes registrieren.

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