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Die Flößersaison in Frankenwald beginnt am 25. Mai.
© Stadt Wallenfels
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Die Flößersaison in Frankenwald beginnt am 25. Mai.

Die Flößer im Frankenwald starten am 25. Mai in die neue Saison. An insgesamt 15 Samstagen sollen die Floße dann rund 500 Gäste pro Floßfahrt die Wilde Rodach hinunter bringen.

Trockenheit bereitet Sorgen

Sorgen bereitet den Flößern allerdings die Trockenheit der vergangenen Jahre. In der vergangenen Saison mussten wegen der Trockenheit rund 50 Prozent der Floßfahrten ausfallen. Zur Zeit ist der Wasserstand der Wilden Rodach noch gut zum Flößen. Allerdings geht die Stauphase erst im Mai - rund eine Woche vor dem Start der Flößerei - los. Bis dahin hoffen die Flößer noch auf Regen.

Rückhaltebecken könnte Flößern helfen

Wie Bürgermeister Jens Korn (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, denkt man derzeit über den Bau eines Wasser-Rückhaltebecken nach. Der Freistaat Bayern finanziert dazu gerade eine Machbarkeitsstudie. Durch ein Rückhaltebecken könnte die Flößerei auch in trockenen Jahren gesichert werden, sagte Korn.

Große Nachfrage

Froh sind die Flößer, dass die Nachfrage nach den Floßfahrten trotz der Ausfälle im vergangenen Jahr sehr groß ist. Von den 7500 Plätzen in der Saison sind schon über 3500 verkauft worden. Die Floßfahrten auf der Wilden Rodach finden nach wie vor im traditionellen Rahmen statt. Die Wilde Rodach wird an 6 Staustufen aufgestaut. Ein Stauwehr wird nach dem anderen geöffnet, auf der Wasserwelle schwimmen die Flöße dann von einem Wehr zum anderen. Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird im Frankenwald auf diese Weise geflößt.

Einst Holz-Lieferungen bis nach Holland

Der Frankenwald war einst ein wichtiger Lieferant für Holz. Von der Wilden Rodach wurden die Stämme in großen Floß-Verbänden über den Main und den Rhein sogar bis nach Amsterdam nach Holland gebracht. Für die Strecke nach Bamberg haben die Flößer 2 Tage gebraucht.

Flößersaison in Wallenfels beginnt

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