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Fliegerbomben-Entschärfung in Nürnberg-Lichtenreuth geglückt | BR24

© BR/Vera Held

Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe, die am Dienstag im Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth gefunden worden war, ist erfolgreich entschärft worden. 2.300 Anwohner mussten ihre Häuser während der Entschärfung verlassen.

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Fliegerbomben-Entschärfung in Nürnberg-Lichtenreuth geglückt

Die Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe im Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth ist erfolgreich beendet. Vor der Entschärfung musste die Stadt 2.300 Menschen in Sicherheit bringen. Rund 300 Einsatzkräfte waren vor Ort.

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Von
  • Florian Deglmann

Wie die Stadt mitteilt, wurde die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg von den beiden Sprengmeistern Tobias Oelsner und Bettina Jurga erfolgreich entschärft. Die Entschärfung der 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg begann um 10.39 Uhr. Um 11.11 Uhr war die Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Zuvor waren 2.300 Anwohner evakuiert worden. Nach Angaben der Stadt waren knapp 300 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Hilfsorganisationen im Einsatz. Die Evakuierung wurde wieder aufgehoben, die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

Zuvor war Evakuierung von 2.300 Menschen nötig

Um 8.00 Uhr wurde mit der Evakuierung eines Gebietes in einen Radius von 500 bis 750 Metern um den Fundort der Bombe begonnen. Dabei wurde das Gebiet in fünf Abschnitte aufgeteilt. In diesem Radius leben 2.300 Menschen, außerdem gibt es drei Kindertagesstätten und die U-Bahnhaltestelle Hasenbuck sowie ein großes Möbelhaus. Auch das Zollamt, die Gemeinschaftsunterkunft Ingolstädter Straße, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Z-Bau und das Altenheim in der Nerzstraße liegen innerhalb des Zirkels.

Betroffene Anwohner kamen in Meistersingerhalle unter

Von der Evakuierung betroffene Anwohner konnten in der Meistersingerhalle unterkommen. Das Angebot nahmen laut Stadt rund 100 Anwohner an. Auch ihre Haustiere durften die Betroffenen mit in Sicherheit bringen. Um dorthin zu gelangen, hatte die Stadt Nürnberg extra eine Buslinie eingerichtet. Auch Bürger, die sich in Quarantäne befinden, mussten ihre Wohnung wegen der Bombenentschärfung verlassen. Für sie wurde ein spezieller Krankentransport zur Meistersingerhalle eingerichtet.

Die Stadt hat für die Betroffenen ein extra Bürgertelefon eingerichtet. Allein bis Dienstagabend hatten sich 175 Bürgerinnen und Bürger mit Fragen rund um die Entschärfung an die Stadt gewendet.

Wegen Entschärfung der Bombe fuhr keine U1

Von der Bombenentschärfung ist auch der U-Bahn-Verkehr auf der Linie U1 betroffen und die U1 fuhr die Haltestelle Hasenbuck nicht an. Während der Sperrung stoppten die Züge an den Bahnhöfen Bauernfeindstraße und Frankenstraße. Die Münchner Straße und die Frankenstraße konnten trotz der Entschärfung befahren werden, so die Stadt Nürnberg weiter.

Erfolgreiche Bombenentschärfungen auch im Frühjahr 2020

Die Fliegerbombe ist nicht der erste Bombenfund im Bereich der Brunecker Straße im Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth. Im Frühjahr 2020 wurden gleich mehrere Fliegerbomben bzw. Bombenfragmente gefunden und erfolgreich entschärft.

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