Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erfolgreich entschärft.

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Fliegerbombe in Regensburg ist entschärft

Fliegerbombe in Regensburg ist entschärft

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Rund 1.200 Menschen können in Regensburg wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem sie vor der Entschärfung evakuiert wurden.

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Regensburger Stadtteil Schwabelweis gefunden wurde, ist am Sonntagnachmittag (26.06.) erfolgreich entschärft worden. Der Sprengmeister benötigte ungefähr eine halbe Stunde für seine Arbeit.

1.200 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden

Rund 1.200 Menschen können jetzt wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor mussten sie aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Die Evakuierung begann gegen 10 Uhr und war gegen 12.10 Uhr abgeschlossen, so der Sprecher. Die Räumung sei problemlos verlaufen. Nach Auskunft des Sprengmeisters verlief die Entschärfung und Bergung der Bombe ohne Komplikationen. Alle Sperrungen konnten um 12.50 Uhr wieder aufgehoben werden. "Die Bombe liegt im Auto und wird bald in Richtung München abtransportiert." Dort werde sie zersägt, um sie dann fachgerecht zu entsorgen.

"Es befanden sich insgesamt rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und der Stadt Regensburg vor Ort. Besonders zu erwähnen ist, dass ein Großteil aus freiwilligen Helfern bestand, die mit vollem Einsatz tatkräftig unterstützten." Sprecher der Polizei

Bombe wurde bei Grabungsarbeiten gefunden

Bei dem Sprengkörper handelte es sich laut der Polizei um eine amerikanische 250 Kilogramm schwere Bombe mit zwei Zündern. Sie war am Samstagnachmittag bei Grabungsarbeiten auf einem privaten Baugrundstück entdeckt worden. "Aus Sicherheitsgründen müssen erst die Zünder entschärft werden, dann ist sie handhabungssicher und kann abtransportiert werden", so der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz vorher.

Die Bombe wurde bei Grabungsarbeiten gefunden. Der Kampfmittelräumdienst hatte sie vorher genau begutachtet.

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Auch Schiffs- und Flugverkehr von Entschärfung betroffen

Seit 10 Uhr war ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 500 Metern rund um den Fundort eingerichtet. Straßen wurden gesperrt, die Polizei riet den Bereich weiträumig zu umfahren. Auch die nahegelegene Donau wurde für die Entschärfung auf Höhe des Fundorts gesperrt. Der Luftraum in Höhe von bis zu 1.000 Metern war ebenfalls betroffen. In der Donau-Arena wurde eine Betreuungsstelle für die Evakuierten eingerichtet - diese wurde von rund 20 Betroffenen genutzt.

Immer wieder Bombenfund

In Regensburg werden immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Stadt war im Jahr 1944 von den Alliierten bombardiert worden.

In diesem Bereich musste evakuiert werden.

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