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Bombenfund in Nürnberg
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Bombenfund in Nürnberg

Um 23.07 wurde die Sprengung der Fliegerbombe erfolgreich ausgelöst. "Wir haben das hier vernommen wie ein leises Türzuschlagen", sagte Feuerwehrsprecher Stephan Gräser. Es waren keine größeren Schäden im Evakuierungsgebiet zu sehen. Erste Kontrollen hätten ergeben, dass es auf Nürnberger und Fürther Gebiet keine Schäden an Gebäuden gab - auch die Glas-Pyramide war nicht betroffen. Lediglich kleine Sachschäden habe es in der Umgebung gegeben.

Evakuierungsgebiet wieder freigegeben

Kurz danach gab die Stadt das Evakuierungsgebiet wieder frei: Die Anwohner konnten wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Auch der Katastrophenalarm wurde aufgehoben. Die gesperrten Straßen in Fürth und Nürnberg wurden nun ebenfalls nach und nach wieder freigegeben. Der Betrieb der Buslinien wurde durch die VAG wieder aufgenommen. Die Südwesttangente war ebenfalls wieder befahrbar. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal ist auch wieder frei. Die Flugverbotszone wurde ebenfalls aufgehoben.

8.000 Menschen mussten Sperrzone verlassen

Insgesamt mussten der Feuerwehr zufolge rund 8.000 Menschen zuvor eine Sperrzone verlassen - darunter etwa 5.000 Anwohner. Betroffen waren Gebiete im Nürnberger Süden und im benachbarten Fürth. Eine Grundschule in Nürnberg sowie drei Turnhallen in Fürth wurden als Sammelstelle für die Anwohner eingerichtet.

Das Entschärfen der Bombe hatte vorher nicht geklappt, weil der Zünder auch mit einem eigens angeforderten Spezialgerät nicht von dem Blindgänger getrennt werden konnte.

Die Grube, in der die Bombe lag, wurde anschließend mit Strohballen verfüllt, meldete die Stadt Nürnberg auf ihrer Internetseite. Die Einsatzkräfte legten Wassersäcke mit bis zu 5.000 Liter Fassungsvermögen darauf. Danach kam wieder eine Schicht mit Strohballen und dann wieder eine Schicht mit mehreren Wassersäcken. Um die Grube herum wurden Erdwälle aufgeschüttet. Zudem war der Luftraum über dem Fundort der Bombe in der Proeslerstraße abgeriegelt.

Katastrophenfall in Nürnberg und Fürth

Am Abend hatten die Behörden in Nürnberg und Fürth vorsichtshalber den Katastrophenfall ausgerufen. Das Gebiet rund um den Fundort an der Grenze zwischen Nürnberg und Fürth wurde in einem Radius von einem Kilometer evakuiert.

Die Bombe wurde am Montagmorgen im Stadtteil Höfen an der Stadtgrenze zu Fürth entdeckt.

Fundort der Bombe

Fundort der Bombe

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BR24 Redaktion

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B5 aktuell vom 18.02.2019 - 23:00 Uhr