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Fliegerbombe in Neuried bei München entschärft | BR24

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Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Neuried bei München entschärft worden. Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger war bei Bauarbeiten gefunden worden.

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Fliegerbombe in Neuried bei München entschärft

Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe, die am Donnerstag bei Bauarbeiten in Neuried gefunden worden war, ist erfolgreich entschärft worden, so die Münchner Feuerwehr. Der Kampfmittelräumdienst hat den Sprengkörper unschädlich gemacht.

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Aufatmen in Neuried im Kreis München nach der erfolgreichen Entschärfung einer riesigen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Donnerstag gegen 18.00 Uhr hat der Kampfmittelräumdienst den 500 Kilogramm schweren Sprengkörper unschädlich gemacht. Mit einem kurzen Knall sprengten Experten den Zünder, teilte das Landratsamt München mit. Die Bombe war am Nachmittag bei Bauarbeiten gefunden worden.

Evakuierung und Sicherheitsmaßnahmen

Kurz vor der Entschärfung wurde die Feuerwehrsirene im Ort ausgelöst. Das Gebiet rund um die Fundstelle war großräumig abgesperrt worden, Häuser wurden geräumt, Anwohner, die in Sichtweite wohnen, wurden gebeten, sich von Fenstern und Balkonen fernzuhalten. In der Mehrzweckhalle in der Planegger Straße wurde eine Akutbetreuungsstelle eingerichtet.

Bombe entschärfen - das passiert vor Ort

Die meisten Blindgänger müssen vor Ort entschärft werden - sie zu transportieren wäre oft zu gefährlich. Denn kein Panzerwagen der Welt könnte eine detonierende Fliegerbombe abschirmen. Mit Baggern und Schaufeln wird die Bombe im Boden freigelegt. Dabei müssen die Feuerwerker sehr vorsichtig sein - wenn Blindgänger bewegt werden, können sie plötzlich explodieren. Der nächste Schritt: Identifizieren des Zündmechanismus. Ein heikler Moment, denn wenn ein Zünder in der Bombe ist, ist sie auf jeden Fall scharf. Er muss unbedingt entfernt werden.

Alte Bomben sind besonders gefährlich

Es gibt mechanische und chemische Zündmechanismen - gefährlich sind beide. Je älter eine Bombe ist, desto unberechenbarer wird sie. Denn das Verfallsdatum für den Sprengstoff ist 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs weit überschritten. Chemische Zwischenprodukte können sogar noch brisanter sein als der ursprüngliche Sprengstoff - und die Zünder bleiben funktionstüchtig. So kommt es in Deutschland im Schnitt einmal pro Jahr zu einer Selbstdetonation.