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Bildrechte: BR / Markus Balek

Die 250 Kilo schwere Fliegerbombe in Ansbach wurde erfolgreich entschärft. Die Menschen können zurück in ihre Wohungen und Häuser.

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Fliegerbombe am Ansbacher Bahnhof erfolgreich entschärft

Der 250-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg am Ansbacher Bahnhof ist entschärft worden. Uneinsichtige Bürger blockierten die Evakuierungsmaßnahmen, wodurch sich die Evakuierung verzögerte. Die Bergung und Entschärfung waren komplex.

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Von
  • Markus Balek

Kurz vor 22.00 Uhr am Montagabend (08.03.21) war es geschafft, die 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Ansbacher Bahnhof war erfolgreich entschärft worden. Die beiden Zünder konnten unschädlich gemacht werden, somit konnte die Bevölkerung rund um den Bahnhof wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Sperrungen wurden aufgehoben.

250 Kilo Fliegerbombe mit zwei Zündern

Bei dem gefundenen Blindgänger handelte es sich um eine 250 Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Amerikaner bombardierten damals intensiv die Bahnverbindungen in und um den Ansbacher Bahnhof. Die gefundene Fliegerbombe war mit zwei Aufschlagszündern auf der Vorder- und Rückseite versehen. Ein Zünder zeigte nach oben, der andere war in der Erde vergraben. Eine Freilegung und Drehung der Bombe zur Entschärfung war erst nach vollständiger Evakuierung möglich.

Evakuierung im Radius von 500 Metern um den Ansbacher Bahnhof

Drei Sprengmeister der Kampfmittelbeseitigung legten den Radius auf 500 Metern fest. Zwei Schulen, eine Flüchtlingsunterkunft sowie zwei Ärztehäuser sowie Corona-positive Anwohner, die sich zu Hause in Quarantäne befanden, mussten transportiert und untergebracht werden – darunter auch drei Heimintensivpatienten, die nach Treuchtlingen verlegt wurden.

140 Personen in Turnhalle untergebracht

Rund 2.500 Anwohner innerhalb des Evakuierungsradius mussten ihre Wohnungen verlassen. Alle anderen Personen wurden in einer Turnhalle in der Nähe des Ansbacher Bahnhofs untergebracht. Hier fanden etwa140 Menschen Zuflucht, die zuvor allerdings einem Corona-Schnelltest machen mussten.

Uneinsichtige verzögern Entschärfung der Fliegerbombe

Die Evakuierungsmaßnahmen verliefen zunächst problemlos, wie die Ansbacher Polizei auf der Pressekonferenz am Nachmittag bestätigte. Allerdings blockierten später einige Uneinsichtige die Evakuierungsmaßnahmen und wollten ihr Haus nicht verlassen. Hinzu kam, dass in den dichter besiedelten Gegenden die Maßnahmen länger andauerten und nicht alle ihre Wohnungen aus eigener Kraft verlassen konnten. Gegen 20.30 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen.

Mechanische Entschärfung war möglich – Sprengung nicht nötig

Die Sprengmeister entschieden sich für eine mechanische Entschärfung, bei der sie Vorder- und Heckzünder abnahmen. Eine Sprengung der Bombe selbst sei aus Sicherheitsgründen nie nötig gewesen, hieß es.

400 Einsatzkräfte im Dienst

Mit der Polizei und der Stadt Ansbach, der Bundespolizei, der Feuerwehr Ansbach, dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk waren etwa 400 Einsatzkräfte mit der Bombenentschärfung beschäftigt. Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) lobte die Teamarbeit aller Einsatzkräfte.

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