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Fliegerbombe: 1.000 Obertraublinger müssen Wohnungen verlassen | BR24

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Die 500-Kilo-Bombe wurde in der Obertraublinger Anno-Santo-Siedlung gefunden. Die Polizei hat einen Sperrradius von 700 Metern ausgewiesen.

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    Fliegerbombe: 1.000 Obertraublinger müssen Wohnungen verlassen

    Nach dem Fund einer Fliegerbombe in Obertraubling bei Regensburg müssen am Dienstagmorgen rund 1.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Laufe des Tages soll die Bombe dann entschärft werden. Eine zweite, kleinere Bombe wird gesprengt.

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    Der 500-Kilo-Sprengkörper war am Montag bei Bodensondierungen in der Obertraublinger Anno-Santo-Siedlung gefunden worden. Die Polizei hat einen Sperrradius von 700 Metern rund um den Fundort ausgewiesen. In diesem Radius sollen die Bürger ab 9 Uhr ihre Wohnungen räumen. Im Sperrradius liegt auch eine Realschule.

    In unmittelbarer Nähe wurde eine zweite, wesentliche kleinere Bombe gefunden. Diese muss laut Polizei vor Ort gesprengt werden. Der 10-Kilo-Sprengkörper wurde entdeckt, als der Boden um den großen Blindgänger freigeräumt wurde.

    An den Plänen für die Evakuierung ändert sich aber nichts. Für die Bevölkerung bestehe weiterhin keine Gefahr, so die Polizei. Die Entschärfung ist gegen 14 Uhr geplant. Sobald die große 500-Kilo-Bombe entschärft ist, wird der Sprengmeister die 10-Kilo-Bombe vor Ort sprengen.

    Info-Telefon eingerichtet

    Die Gemeinde Obertraubling hat unter der Nummer 09401 960115 ein Bürgertelefon eingerichtet.

    Viele Blindgänger im Erdreich

    Die Vorortgemeinde Obertraubling liegt südöstlich von Regensburg. Die Gegend war im Zweiten Weltkrieg mehrfach das Ziel alliierter Luftangriffe, weil hier ein Militärflugplatz angesiedelt war. Im Erdreich schlummern noch zahlreiche Blindgänger. Bei Bauprojekten werden Grundstücke deshalb regelmäßig gezielt nach Sprengkörpern abgesucht.